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Kritik│Geheimakte 3 : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik│Geheimakte 3

11. September 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Geheimakte 3
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Koch Media GmbH
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
31. August 2012
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Genre:
USK:
12

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Das müsste dann auch für den dritten Teil der Geheimakte-Reihe gelten. Sollte man meinen. Und ich kann alle Adventurefans beruhigen: dem ist auch so. Auch der aktuelle Teil kann überzeugen, wenn auch man auf Grund der hervorragenden ersten beiden Teile naturgemäß etwas kritischer hinschaut und an der einen oder anderen Stelle einfach mehr erwartet.

Hier kommt die Braut

Nach zwei aufregenden Abenteuern mit vielen Höhen und Tiefen soll nun für die beiden Protagonisten endlich die große Stunde schlagen: Nina und Max wollen sich das Ja-Wort geben und damit den Bund fürs Leben schließen. Bevor die Märchenhochzeit jedoch beginnt, verschlägt es uns erst mal ins Alexandria von 48 vor Christus, wo wir als Meisterdieb einige Papyrusrollen vernichten müssen. Eine gute Möglichkeit für Neulinge, sich mit der bekannten und bewährten Steuerung vertraut zu machen, aber natürlich mehr als nur ein kleines Tutorial.

Zurück im Hier und Jetzt erleben wir, wie Nina auf einem Motorrad in Richtung Kirche rast, um an ihrem großen Tag nicht zu spät zu kommen. Doch was ist das? Von der Hochzeitsgesellschaft fehlt jede Spur. Nur Max und der Pfarrer sind anwesend. Und das nächste Unheil lässt auch nicht lange auf sich warten. Doch zum Glück ist alles nur ein schlechter Traum. Im wahren Leben geht es kurz vor der Hochzeit ein wenig ruhiger und schöner zu, bis… bis Max von Polizisten abgeführt wird, die ihn als Terroristen beschuldigen… Komisch aber, dass bei der Polizei sonst niemand davon weiß…

Der dritte Teil der Geheimakte-Serie führt euch mal wieder über den halben Globus: USA, Schweiz, Türkei und natürlich Deutschland sind nur einige der Staaten, die ihr auf eurer Reise besucht. Innerhalb der Länder warten Schauplätze wie ein Flugzeugträger, das berühmte Alcatraz oder der Hauptsitz der Europäischen Organisation für Kernforschung -CERN- auf euch. Aber auch Abstecher in die irreale Welt bzw. ins Land der Träume oder besser gesagt Ninas Träume, in denen man sogar auf Leonardo da Vinci trifft und durch verschiedene Aktionen die Realität beeinflusst, werden euch geboten. Egal, wo ihr euch befindet, optisch gibt es an dem Spiel jedenfalls nur wenig auszusetzen. So ziemlich alles sieht wirklich gut aus und ist einfach nur toll gestaltet, wenn auch hier und da die einen oder anderen grafischen Schwächen verzeichnet werden. Schade ist insbesondere, dass man ein wenig an den Zwischensequenzen gespart hat. Hier passiert es leider zu oft, dass das Ergebnis einer Aktion bzw. die nächste Gegebenheit einfach auf eine vorherige kurze schwarze Blende folgt und man nicht sieht, wie was passiert. Auch bei einigen Animationen erkennt man einige Ungereimtheiten und manchmal bewegen sich sogar Objekte wie von Geisterhand.

Sinn oder nicht Sinn – das ist hier die Frage

Auf besagter Tour trefft ihr auch auf viele interessante Charaktere, von denen ihr insgesamt fünf spielen könnt, einschließlich Nina. Hört sich im ersten Moment viel an, relativiert sich dann aber wieder ein wenig, wenn man weiß, dass einige Charaktere auf wirklich nur paar Klicks beschränkt sind. Nach dem Sinn eines so kurzen Intermezzos muss man sich jetzt zwar nicht unbedingt fragen, aber ein wenig stutzig kann man schon werden, wieso man einen Charakter steuern darf, den man nach wenigen Momenten direkt wieder abgibt.

Wirklich nach dem Sinn oder der Logik muss man sich hingegen leider bei einigen Storyabläufen fragen. Die Geschichte ist zwar ziemlich spannend, auch wenn sie ein bisschen Zeit braucht, um in Gang zu kommen. Das steht außer Frage. Jedoch wundert man sich nicht selten, wieso Nina an einigen Stellen gerade das macht, was sie macht. Die Frage lässt sich leicht beantworten: darum bzw. weil sie es muss. Richtig befriedigend ist diese Antwort jedoch nicht. Der Spaß an dem Spiel bringt aber mit sich, dass man sich diese Fragen nicht zu oft stellt, was ja auch völlig in Ordnung ist. Würde man jedoch in einigen Momenten die Aktionen hinterfragen, würde man auch merken, dass hier einem einige Antworten schuldig bleiben.

Geheimakte Rätsel

Weitaus logischer, wenn auch an Knackpunkten nicht immer überzeugend, sind dagegen die Rätsel, die sich genretypisch fast ausschließlich auf Inventar- und Kombinationsrätsel beschränken, insgesamt aber nicht allzu schwer ausfallen. Minispiele sind ebenfalls vorhanden, wobei man hier bei einigen den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen kann. Wäre prinzipiell keine schlechte Idee, wenn man auf „schwer“ auch wirklich mehr gefordert würde. Dem ist aber nicht wirklich so, womit wir wieder bei der Frage nach dem Sinn wären. Apropos: in einem Minispiel steuert ihr einen Kampfroboter, den ihr zuvor mit Ausrüstungsgegenständen versehen könnt, bevor ihr ihn dann in ein Gefecht mit einem anderen Blechhaufen schickt. Da hier lediglich Kollege Zufall entscheidet, wann man diesen Kampf erfolgreich überstanden hat, kann man hier nicht wirklich von einer gelungenen Abwechslung sprechen.

Die Gegenstände, die man für das Lösen der Aufgaben benötigt, liegen in der Regel unweit vom eigentlichen Problemort. Die Anzahl der interagierbaren Objekte ist genauso überschaubar wie die im Inventar. Und natürlich gibt es auch dieses Mal wieder eine Hotspotanzeige, von der eigentlich kaum Gebrauch gemacht werden sollte. In dem Gerüst aus einer grundsätzlich spannenden Story, denkt man sich bei manchen Rätseln leider einfach nur „hm… schade…“.

Entscheidungen, die das Spiel beeinflussen soll es zwar geben bzw. muss es geben, denn immerhin gibt es vier verschiedene Enden. Wirklich bemerkbar machen sie sich jedoch nicht und wenn man das Spiel zu Ende gebracht hat, fragt man sich, an welcher Stelle man hätte anders handeln können, um ein anderes Ende zu sehen. In diese Kerbe schlagen auch die Dialoge, die mehr oder weniger automatisch ablaufen. Dafür muss man zumindest attestieren, dass die Sprecher einen ordentlichen Job gemacht haben.

Fazit

Wenn man sich die Kritik so durchliest, fallen einem nicht wirklich viele positive Dinge auf. Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass Geheimakte 3 ein schwaches Spiel ist. Natürlich ist auch dieser Teil toll und es macht Spaß, ihn zu spielen. Aber „toll“ ist man halt von den ersten beiden Teilen schon gewohnt. Wäre das Game der erste Teil einer anderen Serie würde man wohl einen etwas anderen Bericht lesen. Dass die Mädels und Jungs es drauf haben, haben sie bereits mehr als bewiesen. Nicht umsonst zählt die Geheimakte-Reihe zu den beliebtesten und auch besten unter den Adventurefreunden. Aber natürlich wird man gierig und gibt sich nicht wieder nur mit einem „toll“ zufrieden. Irgendwie hätte man von dem Spiel ein wenig mehr erwartet. Ein persönliches Hauptmenü, das nach Beantwortung von vier Fragen auf einen zugeschnitten wird, wo man sich zum Teil denkt, inwiefern die Antworten da tatsächlich verwertet wurden oder ein Roboterkampf, der irgendwann mit Glück gewonnen ist, reichen nicht aus, um nochmal eine Schippe drauf zu setzen. Natürlich sind das nicht die einzigen Neuerungen, aber Bahnbrechendes wurde eben auch nicht geleistet. Nichtsdestotrotz schafft es auch dieser Titel, dem Abenteurer Spaß zu machen und vor den Bildschirm zu fesseln. Wer die ersten beiden Teile gespielt hat, wird wohl sowieso zugreifen. Aber auch die anderen dürfen das getrost tun, denn die Kritik, die das Spiel hier abbekommt, ist eine auf hohem Niveau.

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