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Review | Knack

3. Februar 2014 | 0 Kommentare
Titel:
Knack
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS4
LeserInnen-Wertung:
Release:
29. November 2013
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USK:
12

GER_Knack_2PADie Idee ist denkbar einfach; man nehme die bekannte Formel, welche Spiele wie Crash Bandicoot oder Spyro auszeichnet und verpacke sie zum PS4 Konsolenstart neu, um ein buntes Abenteuer für jedermann zu generieren. Die Rede ist von „Knack“, der neusten Schöpfung des Sony-Japan Studio Chefs Mark Cerny. Da dieser aber in erster Linie ein Techniker ist könnte man erwarten, dass es sich hierbei eher um eine Technik-Demo handelt, statt um ein Spiel mit Substanz. Ob es wider Erwarten mehr ist als eine zur Schau Stellung von Rechenleistung erfahrt ihr hier:

Der Klötzchenheld

Ihr übernehmt die Kontrolle über Knack, die geheime Waffe der Menschheit, um gegen die Bedrohung durch die Kobolde zu kämpfen. Als diese in eine Siedlung der Menschen einfallen, wird Knack entsandt um deren Versteck ausfindig zu machen und herauszufinden weshalb diese primitive Spezies Zugriff auf fortschrittliche Waffentechnologien besitzt. Ungefähr 10 Stunden verbringt ihr nun also damit euch durch die Geschichte zu hangeln – welche aber leider sehr vorhersehbar bleibt. Das liegt vor allem an den recht platten Charakteren.

Doch die altertümlichen Relikte aus denen euer Protagonist besteht scheinen mysteriöser zu sein als sie auf den ersten Blick erscheinen. Im Verlauf der Geschichte werdet ihr noch das ein oder andere Rätsel dieser verzauberten Steine lüften. Ganz im Stil seiner Vorbilder hält sich aber auch diese Geschichte eher simpel um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Darüber hinaus ist es ein 3D-Plattformer erster Güte, bei dem sowieso das Gameplay überwiegt.
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Mehr Abwechslung bitte!

Und genau hier kristallisiert sich heraus, dass es sich bei Knack doch nur um eine kleine Technik Show zum Konsolen-Start handelt. Schade ist nur, dass es ungenutztes Potenzial an jeder Ecke gibt. Dank der Rechenleistung der PS4 ist es nun erstmals möglich einen Helden aus so vielen dynamischen Einzelteilen zu basteln – und doch fällt den Entwicklern leider nicht genug ein dies auch sinnvoll einzubinden. Zu Beginn eines Abschnitts startet ihr dann also als kleiner Dreikäsehoch, sammelt nach und nach Teile ein um eure Größe zu maximieren. Mehr nicht. Leider auch nicht progressiv wie bei anderen Spielen, sondern feste Größen, die von den Entwicklern vorgegeben wurden. Dabei sind die spannendsten Abschnitte im Spie solche in denen  Knack zu einem Riesen heranwächst und ihr die Gegner nur so niedermäht, welche euch vorher ordentlich zu schaffen machten.

Auch beim Level Design und dem Kampfsystem ist ähnliche Kreativlosigkeit zu spüren. Schlauchartig und generisch gibt es dort nichts Spannendes zu erkunden.  Combos gibt es auch nicht wirklich; meist bestehen Angriffe aus einem Knopfdruck. Ausweichen könnt ihr mit dem rechten Stick. Dieser wird während des Spielverlaufs euer bester Freund sein. Jeder Level ist unterteilt in einzelne Spielabschnitte, wo sich meist mehrere Gegner tummeln. Diese besitzen verschiedene Fertigkeiten und wollen euch damit das Leben zur Hölle machen. Euren Lebensbalken schmeißen sie euch des Öfteren gehörig um die Ohren, denn nicht selten streckt euch bei etwas mehr als 2/3 auf der Anzeige ein einziger Schlag nieder. Eine oft unfaire Setzung der Checkpoints hilft dabei manchen Spieler gefrustet den Controller gen Wand zu befördern. Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist Knack schon knackig schwer.

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Somit kämpft man sich stets von einem Bereich zum Nächsten, erliegt allzu oft seiner Gegner  und darf einige Bereiche erneut absolvieren. Die ersten 2 Stunden ist es ganz lustig; wird aber viel zu schnell langweilig. Selten lockern ein paar Hüpfpassagen oder kleinere Rätsel wie „Schalte 3 Objekte aus“  den Spielfluss auf.

Das Auge isst bekanntlich mit

Die technische Umsetzung kann sich dennoch sehen lassen. Die Comicgrafik versprüht ihren ganz eigenen Charme und auch viele der Außenareale mit ihren plastischen Felsformationen brauchen sich nicht zu verstecken. Dagegen herrscht bei manchen Innenlevels gelegentlich Texturarmut, wie beispielsweise im ersten: der Roboterfabrik. Beim Eindreschen auf Kobolde oder Roboter könnt ihr darüber hinaus nette Partikeleffekte bestaunen – wie zum Beispiel umherfliegende Rüstungsteile. Lediglich die Performance lässt stellenweise zu wünschen übrig: Ist auf dem Bildschirm viel Action zu bestaunen, geht die Framerate teilweise merklich in die Knie.
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Positiv aufgefallen sind außerdem die überdurchschnittlich gute deutsche Sprachausgabe und die Hintergrundmusik.

Fazit

Knack ist mit Sicherheit kein Pflichttitel für Sony’s neuste Spielekonsole; besitzt jedoch einiges an Potenzial, welches Hoffnung auf einen möglichen besseren zweiten Teil macht. Wer sich allerdings bei dem bisher eher bescheidenen Softwareangebot die Zeit bis zum nächsten großen Release vertreiben möchte kann sich Knack mal anschauen – sollte seine Erwartungen aber bewusst etwas herunterschrauben. Dies ist kein Spyro oder Crash Bandicoot.

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