Kritik | Transformers: Kampf um Cybertron

4. Juli 2010 | 1 Kommentar
Titel:
Transformers: Kampf um Cypertron
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Activision
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC, Wii, Nintendo DS
LeserInnen-Wertung:
Release:
24. Juni 2010
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Genre:
USK:
keine Angaben

Neues “Transformers” Game auf dem Markt und kein Kinofilm in Sicht? Da kann doch etwas nicht stimmen, oder? Falsch. Diesmal bekommen wir einen Titel vorgesetzt, der sich komplett auf das Kultspielzeug aus den 80ern bezieht und nicht zur Promo eines neuen Action-Blockbusters dient. Ein weiterer Grund zur Freude: Spielzeug-Hersteller Hasbro hat sich an der Produktion beteiligt – einem kleinen Trip in die Phantasiewelten vergangener Jugendtage steht also nichts mehr im Wege!

Autobots vs. Decepticons

Die Story wird sich bei den Transformers wohl nie ändern und so widmet sich auch “Kampf um Cybertron” dem ewigen Battle der verfeindeten Roboter. Da die Geschichte auf dem Heimatplaneten der Transformers stattfindet, werden sich alteingesessene Fans gleich schon denken, dass hier nicht an die Filme angeknüpft, sondern in die Vergangenheit gereist wird. Das Spiel bietet dabei gleich zwei Handlungsstränge – einen für die Autobots, einen für die Decepticons. Wirklich spannend oder gar dramatisch ist keiner der beiden, interessant sind beide dennoch. Es werden neue Hintergründe vorgestellt, auch Beziehungen und Entwicklung einzelner Charaktere bringen neues Licht ins Transformers-Universum, dennoch muss man so ehrlich sein und sagen, dass diese Details wohl nur für hartgesottene Fans hilfreich sein werden, als Neueinsteiger wird man damit aller Voraussicht nach nicht viel anfangen können. Anders sieht es da bei der Gesamtstory an sich aus. Jede der zwei Geschichten, die man nacheinander durchspielen kann, stellt uns die beiden Transformers-Gruppen näher vor und zeigt besonders die Ambitionen und Unterschiede zwischen den edlen Autobots und den machtgierigen Decepticons, aber selbstverständlich auch den Kampf gegeneinander.

Bewegungsintensiver Shooter

Viele werden bei “Transformers: Kampf um Cybertron” ein klassischer Action-Adventure erwartet haben, tatsächlich handelt es sich aber um einen jugendfreien Third-Person-Shooter. Das Spielprinzip ist also recht simpel: starte von Punkt A, zerstöre jeden Gegner, der sich dir in die Quere stellt und erreiche Punkt B. Ganz so einfach ist die Umsetzung dann aber nicht, sondern teilweise echt tricky. Vor Beginn jeder Mission habt ihr die Auswahl zwischen drei verschiedenen Transformers, jeder mit anderen Fähigkeiten, dabei kann aus taktischen Gründen oder einfach aus Vorliebe der Favorit gepickt werden. In zumeist kleinen Trupps marschiert ihr los und lasst es krachen. Fordernd ist dabei die doch sehr stark begrenzte Menge an Munition, die euer Transformer mit sich tragen kann. Daher heißt es gut zielen und immer wieder Ausschau nach neuen Waffen oder Geschossen zu halten. Auch Nahkampfattacken können eingesetzt werden, leider fallen die nicht besonders aufregend aus. Nettes Gimmick am Rande ist die Verwandlung in diverse Vehikel, sowohl Fahr- als auch Luftzeuge warten darauf manövriert zu werden. Wirklich notwendig ist dies allerdings nur, wenn man schnell fliehen muss, weil die Munition ausgegangen ist oder wenn es in den Widersacher freien Zonen etwas zu langweilig wird und ein flotteres Vorankommen gewünscht wird. Anfangs mag die Steuerung dabei noch recht unvorteilhaft sein, da die Tastenbelegung nicht gerade glücklich ausfällt, nach einer kleinen Eingewöhnungsphase, sollte dies jedoch kein Problem mehr darstellen.

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Da das Gameplay insgesamt etwas eintönig ist – eben typisch Shooter – dürft ihr euch auf ein ganz besonderes Highlight freuen: die Kampagnen können online auch gemeinsam mit einem Freund durchgespielt werden, was das Ganze doch gleich viel aufregender gestaltet. Generell wurde auf das Spiel mit anderen sehr viel Wert gelegt und so ist neben diesem Feature auch ein ganz normaler Multiplayer Modus vorhanden, in dem dann in verschiedenen Modi gegeneinander angetreten werden kann. Dabei besteht zusätzlich die Möglichkeit, seinen eigenen Transformer zu entwickeln und ihn sich dann mit den anderen messen zu lassen. “Transformers: Kampf um Cybertron” sorgt also auch für Spaß außerhalb der normalen Story, was auch bitter nötig ist, denn wie wir es ja mittlerweile ja schon gewohnt sind, ist auch hier mal wieder die Spielzeit nicht all zu lange und sollte bei einem halbwegs geübten Gamer in den unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zwischen 10-15 Stunden liegen.

Oh, du schönes Cybertron…

Bei Lizenztiteln leidet nicht selten die technische Umsetzung, nicht so hier. Zumindest was das Optische angeht, macht “Transformers: Kampf um Cybertron” eine gute Figur. Die Umgebungen sind sehr detailreich. Eine düstere Atmosphäre ist dank des mechanischen und metallenen Looks nicht zu verbergen, zusätzlich kommt durch Explosionen richtig Leben und ein tolles Flair mit hinein. Genau so stellt man sich die Heimat der Transformers im Kriegszustand vor – wirklich klasse. Auch die Transformers selbst sind richtig schick, Unterschiede der einzelnen Klassen und Modelle sofort zu erkennen, lediglich die Farben des Lackes könnten noch ein wenig kräftiger sein. Bei der Gestaltung der Gegner wiederrum gab man sich wohl weniger Mühe, denn diese wirken nicht nur ein wenig lieblos, sie unterscheiden sich auch nicht all zu oft. Außerdem sind die Zerstörungseffekte sehr mager. Anstatt eines zerfetzenden Schrotthaufens muss man sich wesentlich weniger spektakulären Animationen zufrieden geben. Auch der Sound ist so eine zweiseitige Angelegenheit. In unserer PS3-Testversion fiel leider der ein oder andere unscharfe oder matschige Moment negativ auf, insgesamt gesehen stört das jedoch kaum. Die Geräusche der Umgebung, aber auch die der Transformers kann sich wahrlich hören lassen. Sehr authentisch unterstützt dies, zusammen mit der immer passenden Musik, das Feeling des Spiels, man hat wahrlich das Gefühl mitten drin zu sein. Nun der große Minuspunkt: die lieblose und platte deutsche Synchro. In der Zwischenzeit sind wir ja einiges gewöhnt, das tröstet jedoch nicht darüber hinweg, dass man seine Ohren des Öfteren auf Durchzug schalten sollte, ist man des Englischen mächtig empfiehlt sich die original Sprachausgabe.

Fazit

Für Transformers Liebhaber stellt “Kampf um Cybertron” sicher das neue Non-Plus-Ultra der Transformers-Videospielgeschichte dar, liefert neue Erkenntnisse und macht Kindheitsträume war. Aber es gibt ja auch noch die, die sich mit der Materie vielleicht nicht so gut auskennen, das Game aber trotzdem kaufen. Auf die wartet eine nur durchschnittliche Story, dafür aber einiges an Fun, sobald man online geht. Insgesamt also ein Game, das mehrere Käuferschichten ansprechen dürfte, allerdings ein paar kleine Makel nicht vertuschen kann und somit ein guter, jedoch leider kein absoluter Spitzen-Titel zu Buche steht.

Anm. d. Red.: Die Wii-Ausgabe trägt den Titel “Mission auf Cybertron”, für den DS sind zwei Spiele mit je einem der beiden Handlungsstränge erhältlich

Kommentare (1)

  1. Sebek sagt:

    good blog, thanks admin

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