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Kritik | The Walking Dead: Survival Instinct : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | The Walking Dead: Survival Instinct

18. Mai 2013
Titel:
The Walking Dead: Survial Instinct
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Activison
Plattform:
Xbox 360, PS3 , Wii U
LeserInnen-Wertung:
Release:
22. März 2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Das Überleben beginnt gerade erst! Habt Ihr das Zeug zum Überlegen?

Nach der hochgelobten Telltale Adventure-Reihe um The Walking Dead will Activision mit dem First-Person-Actionspiel Survival Instinct für PS3  und Xbox 360 am Zombie-Fieber mitverdienen. Wie sich der Titel schlägt, erfahrt ihr in unserem Test. Ein Name, zwei Vorlagen – und der ganz große Qualitätsunterschied: Während das Mitte 2012 in Episodenform veröffentlichte Spiel The Walking Dead von Telltale Games mit Auszeichnungen geradezu überhäuft wurde, entpuppt sich das neue Survival Instinct als Vollpreis-Lizenz-Reinfall. Der PS3- und Xbox-360-Shooter basiert im Gegensatz zum Download-Game nicht auf den Comics, sondern auf der TV-Serie.

Zum Anfang des Spiels startet Ihr in einem Schlauch eines amerikanischen Flussbettes, dessen Hänge man nicht erklimmen kann. Solltet Ihr es doch versuchen und tatsächlich schaffen, wird euer Endeckerdrang leider an unschönen unsichtbaren Grenzen ein jähes Ende finden. Kaum hat man das erste Gewehr in der Hand, hört man auch schon Schreie, geht den Schlauch rückwärts, erschießt ein, zwei Zombies und wird dann von ihnen überwältigt. Das einzig Hoffnungsvolle angesichts des schlechten Ersteindrucks: In diesem Prolog ist man nicht anonym im Texturmatsch gestorben, sondern als der Vater von Daryl und Merle Dixon.

Walking Dead: Survival Instinct ist eine Art Prolog zur TV-Serie, in dem Ihr die Rolle der beiden Redneck Brüder Daryl und Merle Dixon übernehmt. Ersteren spielt man fortan auf der Flucht durch Georgia nach Atlanta. Das Ziel: Den großen Bruder finden und vom Tod des Vaters berichten.

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In den ersten Stunden wird dieser virtuelle Road-Trip von Activision seinem Untertitel Survival Instinct tatsächlich gerecht. Der Spieler schleicht vorsichtig durch die lieblos designten Schauplätze, schaltet ab und an seine Taschenlampe an, um dunkle Ecken auszuleuchten, und versucht, Zombies mit Messer oder Hammer hinterrücks zu meucheln. Die Tatsache, dass nur wenig Munition herumliegt, spielt nur eine untergeordnete Rolle: Das Ballern verursacht einen Höllenlärm, was wiederum alle Untoten, die in der Nähe herumlungern, anzieht. Gelingt es einem Zombie, Daryl zu ergreifen, muss der Spieler einen Zielkreis mit dem linken Analog-Stick so schnell wie möglich über das Gesicht des Untoten bewegen und zuschlagen, um leicht verletzt zu entkommen. Wird er hingegen von einer Horde eingekesselt, ist es aus. Ist Daryl aber erst einmal im Besitz von Armbrust und Axt, spielt der Survival-Aspekt überhaupt keine Rolle mehr. Selbst Pistole, Pumpgun, doppelläufige Schrotflinte, Handgranaten sowie das Jagdgewehr mit Zielfernrohr können eingemottet werden. Denn mit der Armbrust erledigt der Protagonist die Zombies nicht nur lautlos, sondern spart auch Munition, da er die verschossenen Pfeile einfach wieder aufsammelt.

Neben den ohnehin schon enttäuschenden Dingen im Gameplay wurden auch noch eine weitere Option lieblos gestaltet: Die Reise von einem Ort zum anderen läuft automatisch ab. Entweder Benzin sparend auf dem Highway oder querfeldein, wo wir zufällig weitere Ressourcendepots entdecken können. Die Sache mit der Versorgung ist wenig durchdacht, zumal wir nie mitten in einer Mission zum Wagen zurückkehren können und bei einigermaßen geschickter Aufteilung auch nie in eine Knappheit kommen. Wer z

um Beispiel die Gegner immer mit dem Messer erledigt, der benutzt seine Schusswaffen eben gar nicht.

Schlimmer sieht es sogar noch in der Optik aus: Zwar sind die Zombies Dank zufällig generierter9_The Walking Dead_Screenshot_Armbrust Gesichter immer wieder neu, das lockt aber auch keinen TWD-Fan hinter dem Fernseher hervor. Dazu sind auch die Kulissen beschämend gezeichnet, es gibt überall unsichtbare Levelgrenzen oder schlicht unlogische Momente, die Animationen sind hölzern und zu guter, nein, schlechter Letzt verschwinden getötete Zombies auch durch sanftes Ausblenden.

Zwischendurch trefft ihr, wie es für das Zombie-Genre typisch ist, immer wieder auf andere Überlebende, die ihr retten und in eure Gruppe aufnehmen könnt. Leider helfen euch eure neuen Freunde nur indirekt bei euren Anstrengungen, nicht gefressen zu werden, da ihr innerhalb von Missionen nicht zusammen mit ihnen unterwegs seid, sondern ihnen Aufgaben und Equipment zuteilt. So könnt ihr eure Kompagnons nach Munition, Nahrung oder Sprit suchen lassen. Je mehr Verbündete ihr habt, desto größer sind die Erfolgschancen einer solchen Erkundungstour. Da diese Handhabe jedoch mehr Züge einer Wirtschaftssimulation als eines knallharten Kampfes um Leben und Tod hat, wird der Aufbau eines emotionalen Bezuges zu euren Schützlingen vollkommen verunmöglicht. Ob sie leben oder sterben hat für euch nur eine einzige Konsequenz: Verdammt, eine Arbeitsdrohne weniger, die Treibstoff ranholt.

Die als offizielles Prequel zur TV-Serie angepriesene Story ist unglaublich seicht und liefert nahezu keinerlei Einblick in die Geschehnisse, die dazu führten, dass Merle und Deryl zu Shawns Gruppe in Atlanta stoßen. Gut, man erlebt mit, wie ihr Vater getötet wird, aber das ist hinsichtlich 5_The Walking Dead Survival Instinct_screen 3Handlungs-Highlights so ziemlich alles, was geboten wird – und passiert ironischerweise direkt zu Beginn des Spiels. Der Rest ist eine Art Road Movie mit Zombies, in dem Merle laufend Mist baut, um von seinem vernünftigen Bruder gerettet zu werden. Nach nur vier bis sechs Stunden (je nach Fahrtroute) gipfelt die Geschichte schließlich in einem absolut hirnrissigen Finale, das sämtliche bis dahin gepflegte Gameplay-Konventionen über Bord wirft, euch ein MG mit unendlich Munition in die Hand drückt und euch “Light ‘em up!” entgegen brüllt.Einzig die der TV-Serie entlehnte Musik, inklusive des bekannten Theme Songs, ist ein Highlight und passt in der Regel wie die Faust aufs Zombie-Auge. Am Ende des Tages ist das aber schlicht und ergreifend zu wenig

Fazit:

Ein Totalausfall ist The Walking Dead: Survival Instinct nicht. Allerdings lässt das technisch altbackene Game viel zu viele Chancen ungenutzt. Zudem ist das Spiel für einen Vollpreistitel geradezu absurd kurz. Klar: Fans, die alles sehen wollen und alle Extras freischalten möchten, starten mehrere Durchgänge. Alle anderen geben das Geld lieber für die in Kürze erscheinende Boxversion des Action-Adventures The Walking Dead oder die ersten beiden Staffeln der TV-Serie aus.

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