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Review | Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

15. April 2014 | 0 Kommentare
Titel:
Metal Gear Solid V: Ground Zeroes
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Konami
Plattform:
PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
LeserInnen-Wertung:
Release:
20.März, 2014
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Genre:
USK:
18

MGS-GZ_PS4_packshot_RGB_USKKonamis großes Steckenpferd ist die allseits bekannte und beliebte Serie Metal Gear Solid. Zahlreiche Ableger haben uns bereits auf allerhand Konsolen erfreut und uns die spärliche Zeit versüßt. Darunter PS One, PS2, PS3 und der PSP. Mittlerweile vertreiben wir uns mit dem neueste Ableger „Metal Gear Solid V: Ground Zeroes“ die Runden. Uns erwartet hier gleichzeitig eine weitere Überraschung, denn dieses Spiel erscheint erstmals auch für Konsolen, die nicht unter Sonys Fittichen stecken. Nämlich die Xbox 360 und Xbox One. Ob sich das Schleichabenteuer lohnt, oder ob wir uns lieber direkt ins Feindfeuer stürzen sollten, erfahrt ihr wie gewohnt auf den folgenden Zeilen (oder ihr seid faul und springt direkt zum Fazit).

1975, ein schiksalhaftes Jahr

Wer die Reihe verfolgt hat, den sollte die verwirrende chronologische Abfolge um Solid Snake, Big Boss und Konsorten nicht verwundern. Denn auch hier setzen wir nicht nahtlos am Ende von „Guns oft he Patriots“ an. Vielmehr wird ein Sprung zurück in die Vergangenheit gewagt, um der Vergangenheit ein weiteres Kapitel hinzufügen zu können. Die Ereignisse lassen sich chronologisch hinter dem PSP Ableger Peace Walker einordnen. Wir befinden uns also im Jahr 1975. Wer gehofft hat, dass die Verwirrung hier endet, der kennt Hideo Kojima aber schlecht. 

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Wir werden versuchen euch einen ganz kleinen Überblick zu verschaffen. Habt aber Verständnis, dass die Gesamtheit der Reihe mit all ihren Wendungen, Kniffen und dem ganzen Who is Who hier nicht bearbeitet werden kann. Lest es am besten bei Wikipedia nach, da wir sonst unzählige Seiten füllen müssten. Vielleicht werden wir euch ja zum Release von “The Phantom Pain” damit überraschen!

Eure Hauptaufgabe besteht darin Chico und Paz aus den Fängen eurer Feinde zu befreien. Diese verehren Snake wie einen Vater und eifern ihm nach. Hatten sie zu Beginn die Aufgabe als Doppelspione zu agieren, nahmen die Gefühle mit der Zeit überhand und sie weigerten sich den Auftrag weiter auszuführen. Aufgrund dessen mischte sich die Organisation „Cipher“ ein und entführte beide in einem unachtsamen Moment. Unser Snake wäre nicht Snake, wenn er sich nicht auf den Weg machen würde seine Freunde zu retten. Und so versuchen wir möglichst ungesehen rein und raus zu schleichen. Dies ist die Rahmenhandlung, mit der wir uns in das kurzweilige Abenteuer stürzen, dass in einem Gefangenenlager auf Kuba, samt kurzem Küstenabschnitt, spielt.

Oh du schöne, freie Welt

Ground Zeroes geht nicht nur in der Tatsache neue Wege, dass es eine eigenständige Auskopplung der Reihe ist, die vor dem tatsächlichen 5 Teil „The Phantom Pain“ spielt, sondern auch in der Gestaltung der Umgebung. Denn erstmals lauft ihr nicht von einem Ende des Levels zum anderen und schleicht euch von Abschnitt zu Abschnitt. Hier habt ihr vielmehr nur das Gefangenenlager und es ist euch vollkommen selbst überlassen wie ihr an die Rettungsaktion herangeht. Ihr werdet mitten auf einem Felsen abgesetzt und dürft euch dann entscheiden, ob ihr bis unter die Zähne bewaffnet das Lager stürmt und wild um euch schießt, oder ob ihr damit beginnt die Scheinwerfer auszuschießen und einen geheimen Weg ins Innere sucht. Letztere Taktik erfordert dabei ein großes Maß an Planung. Denn die Gegner sind ebenfalls nicht auf den Kopf gefallen und gehen Ungereimtheiten auf die Spur. Wachen an allen Ecken und Enden, mit festen Routen und Verhaltensweisen machen es erforderlich die Umgebung auszuspähen um den geeigneten Zeitpunkt zum Zuschlagen abzuwägen.

mgsvgz_ss_bc_Pinking_4Bei euren Planungen unterstützen euch allerhand technischer Gadgets. So habt ihr natürlich die Möglichkeit eure modernen Waffe zu zücken und alles nieder zu mähen was ihr findet. Werdet ihr entdeckt, so verlangsamt sich die Zeit in einer schönen Animation und ihr habt die Chance eure Feinde auszuschalten bevor diese Alarm schlagen können. Gelingt dies nicht, suchen sie Deckung und rufen Verstärkung die euch so richtig einheizt. Wählt ihr die leise Methode, so hilft euch eine Art PDA bei der Routenplanung oder dem Aufspüren markanter Punkte die sich als Einstiegsort eignen könnten. Hier besteht die Möglichkeit besagte Orte zu markieren um sie so leichter im Blickwinkel behalten zu können. Das System funktioniert deutlich flexibler und angenehmer als im vierten Teil.

mgsvgz_ss_bc_Rescue_FootFans des Tarnanzuges werden hier jedoch eine Träne vergießen. Zeitlich hätte dieser auch sowieso nicht gepasst, da er euch im vierten Teil ermöglichte mit den Farben der Umgebung zu verschmelzen. Ähnlich dem Abwehrmechanismus von Tintenfischen, die ihren Untergrund imitieren können, um so vor Angriffen geschützt zu sein…oder um Jagd auf unachtsame Beute zu machen. Doch werdet ihr nicht lange trauern, denn die neue Art des Versteckens, also das Ausnutzen von Schatten und Grasfeldern zum anschleichen oder zum untertauchen, ist viel realistischer und wirkt weniger aufgesetzt. Vor allem aber auch unglaublich motivierend wenn man die Gelegenheit nutzt und den Gegner überrascht. Gelingt es einem sich anzuschleichen, so hat man die freie Wahl ob ein menschliches Schild genommen wird, oder ob ein Kopfschuss von Hinten die bessere Lösung ist.

Aus technischer Sicht macht dieser Titel auf jeden Fall Lust auf den 5 Teil. Die Lichteffekte sind sehr gut gelungen, die verregnete Atmosphäre erzeugt eine bedrückende Stimmung im Schleichabenteuer. Die spärlichen Zwischensequenzen sind super animiert und machen einfach Lust auf mehr. Die Musik weiß dabei die ganze Zeit zu gefallen. Sie Untermalt die Situation passend und hält die Spannung oben.

Das Licht im Schatten

mgsvgz_ss_bc_Rescue_Vehicle_6Doch auch hier gibt es einiges zu bemängeln. Die Animationen von Snake wirken sehr klobig und schwer. Teilweise behelfsmäßig. Die Situationsbedingt Steuerung führt auch desweiteren dazu, dass zur falschen Zeit die falschen Aktionen durchgeführt werden. Wer nicht gerne speichert, wird so den ein oder anderen Abschnitt neu machen müssen, da bereits ein falsches Geräusch die Wachen auf den Plan rufen kann. Apropos Wachen. Die künstlichen Bewegungsstile setzen sich hier fort. Die KI funktioniert bei ihnen zwar überwiegend gut, aber es kommt leider regelmäßig zu Aussetzern. D.h. dass die Feinde suizidal veranlagt ins anbahnende Kugelgewitter laufen und sich dann wundern wieso sie auf dem Boden liegen. Generell ist die Steuerung schwammig geraten und bietet Luft für Verbesserung. Es fällt ebenfalls negativ ins Auge, dass nicht alle Barracken begehbar sind. Das nimmt dem Schleichaspekt und der Umgebung des Gefangenenlagers eine Menge Potential für Atmosphäre, Zusatzmissionen und moralische Fragen, sowie Aspekte die man hier hätte aufzeigen können.

Fazit

mgsvgz_ss_bc_Rescue_FootMetal Gear Solid Ground Zeroes ist mit Abstand kein schlechtes Spiel. Die offene Spielwelt und die Freiheit in der Herangehensweise an den Auftrag machen auf jeden Fall Lust auf mehr. Doch ist es noch an vielen Ecken offensichtlich, dass es ein Vorläufer für den richtigen fünften Teil ist. Man erkennt überall ungenutztes Potential, oder nicht zu Ende gedachte Ideen. Allerdings ist auch einiges richtig gemacht worden. Schöne Grafik, freie Wahl des Pfades und Realismusanpassungen des Tarnsystems zeigen dass sich die Entwickler in die richtige Richtung bewegen. Die 30 € für die relativ kurze Spieldauer wirken jedoch etwas überhöht. Wer es für 20 Euro bekommen kann, der sollte sich das Spiel nicht durch die Finger gehen lassen und zugreifen. Denn hier haben wir ein Schleichspiel, dass auf etwas großes hoffen lässt.

 

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