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Review | Lightning Returns – Final Fantasy XIII

24. Februar 2014 | 0 Kommentare
Titel:
Lightning Returns - Final Fantasy XIII
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Square Enix
Plattform:
PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
14. Februar 2014
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USK:
12

LRFFXIII_USK PS3 2DAm 14. Februar 2014 beginnt der Untergang der Welt. Zumindest der Welt die Lightning kennt. Square Enix möchte mit Lightning Returns – Final Fantasy XIII die im März 2010 begonnene Trilogie zu einem runden Ende führen. Bei der Menge an angebrochenen Strängen und offenen Fragen eine große Aufgabe. Nebenbei sollen neue Spielelemente alte Fans zufrieden stellen und neue anwerben. Ob das Ganze funktioniert, erfahrt ihr bei uns.

Fest dem Untergang

Das Universum der Trilogie befindet sich in Nova Chrysalia. Das ist die Welt auf der unsere Protagonistin Lightning lebt. Und in dieser musste sie im Laufe der Jahre so manches Abenteuer bestreiten.

Im ersten Teil auf Cocoon als L’Cie gebrandmarkt, musste sie um ihr Leben kämpfen und eine vorgegebene Bestimmung erfüllen. Im zweiten Teil erfuhren wir, dass Lightning mehrere hundert Jahre falsche Götter durch die verschiedensten Epochen bekämpft hat. Nun, 1000 Jahre nach dem ersten Teil der Trilogie, wird ihr erneut eine sehr schwierige Aufgabe auferlegt. Denn sie ist die Erlöserin. Ein Wesen, dass vom Gott Bhunivelze dazu auserwählt wurde Seelen für die neue Welt zu sammeln. Denn Nova Chrysalia befindet sich am Abgrund. Die Welt sieht unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Bis zur totalen Vernichtung bleiben gerade einmal 13 Tage.
Das wissen auch die noch lebenden Menschen und feiern in Yusnaan ein nicht enden wollendes Fest. Hier treffen wir einen alten Bekannten wieder. Snow Villiers. Dieser ist nach dem Ende von Teil 2 eine gänzlich andere Person geworden und hat eine Charakterwandlung durchgeführt, die nicht mehr zu dem coolen und charismatischen Helden passen möchte, der für die Liebe jedes Abenteuer auf sich nimmt, aber nie den Mut und das frohe Gemüt aufgibt. Mittlerweile Schutzpatron der ewig feiernden Stadt, kämpft er gegen Lightning, die natürlich versucht seine Seele zu retten und in die neue Welt zu überführen. Hier treffen wir auch auf die Sara sehr ähnlich sehende Charakterin Lumina, deren Aufgabe oder Hintergründe zu Beginn im Dunkeln verbleiben.

Event 22Am Ende des ersten Abschnittes treffen wir einen weiteren alten Freund. Hope Estheim teleportiert die Erlöserin kurz nach der ersten Begegnung mit Snow auf die Arche, wo ihr der volle Umfang ihrer Rolle und ihrer Aufgabe dargelegt werden. Denn sie muss die Welt bis zum Ende am Leben halten und die Mächte aufhalten, die diese bereits vorher vernichten möchten. Als Belohnung wird ihr ein lang ersehnter Wunsch gewährt, der für sie all diese Strapazen wert ist. Doch diesen möchten wir hier noch nicht verraten, um das Ende des zweiten Teils nicht zu spoilern.

Glorie kauft uns Zeit

Generell spiel Zeit in diesem Spiel eine sehr wichtige Rolle. Denn wir erfahren auf der Arche, dass die dunklen Mächte bereits in 6 Tagen Erfolg haben werden. Um die Welt weitere 7 Tage über Wasser halten zu können, müssen wir ausziehen und den Menschen helfen, die uns mit Nebenquests beauftragen. Die Schwierigkeit wird dabei durch Sterne dargestellt. Je mehr, desto gefährlicher/schwieriger der Auftrag. Schaffen wir es die Anfragen zu erledigen, retten wir zum einen die Seele des Auftraggebers und ernten dafür Statusverbesserungen. Denn in den zahlreichen Kämpfen werden keine Erfahrungspunkte mehr verteilt, die uns in einem Level aufsteigen lassen. Wir müssen also auf das Kristarium verzichten, was wir sehr schade finden. Dieses Feature dürfte gerade bei Rollenspielveteranen sauer aufstoßen. Zusätzlich zu den Statusboni, erhalten wir Glorie. Diese Glorie müssen wir am Morgen eines jeden Tages, wir werden jedes Mal um 6 Uhr zurück zu Hope in die Arche teleportiert, gegen mehr Zeit eintauschen. Diese verstreicht unerbittlich und alle Aufgaben können gelöst oder angenommen werden, je nachdem ob man sich im richtigen Augenblick am richtigen Ort befindet. Dieses Element findet daher auch bei der Lösung eine sehr wichtige Bedeutung, da bestimmte Events ebenfalls nur zu bestimmten Zeitpunkten ablaufen können. Sei es, dass gerade eine Wachablösung stattfindet und dann ein vorbeischleichen möglich ist, oder weil ein bestimmter Termin mit einem Schleußer verabredet wurde, der einen an besagten Wachen vorbeischmuggeln kann. Das ganze System bietet also eine Menge Freiraum für die unterschiedlichsten Geschichten und Aufträge, wenn es richtig umgesetzt wird.

Battle 10

Die Kleidung einer Frau

Neben der zeitlichen Komponente, spielen die Rüstungsteile eine sehr wichtige Funktion in diesem Spiel. Denn für bestimmte Aufträge, jeden Morgen in der Arche und bei verschiedenen Händlern im Laden, erhält man neue Gegenstände die eine Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten bieten. Diese lassen sich grob in 5 Kategorien einteilen. Da wären Anzüge, Schilde, Waffen als die drei Hauptkategorien. Und 2 Accessoire Slots als Nebenkategorien. Diese lassen sich wieder in Kopfteil, das den Bonus für jedes der drei vordefinierten Sets erteilt, und in Armteile aufspalten. Letztere gewähren den Bonus allerdings nur für das zugewiesene Set.

Menu 14Wie gerade erwähnt, lassen sich für Lightning 3 unterschiedliche Sets mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Werten definieren. Am ehesten lässt sich dieses System mit den Paradigmen aus dem ersten Teil vergleichen. Jedes dieser Sets besitzt dabei eine eigene Aktionsleiste, die bei jeder Aktion um einen spezifischen Betrag reduziert wird. Dieser Betrag hängt dabei von der Mächtigkeit der ausgeführten Aktion ab. Ein starker Zauber verbraucht entsprechend mehr, als ein einfacher Angriff.

Sehr positiv viel dabei der Detailgrad auf. Jede Waffe, jedes Schild und jedes Kostüm sehen anders aus. Hinzu kommen kleinere effektlose Accessoires wie Brillen und Hüte, die ebenfalls der Personalisierung dienen. Als wäre das nicht genug, lassen sich die Klamotten in verschiedenen Farben einfärben, sodass jeder so herumlaufen kann, wie er, oder sie es für richtig hält. Doch die einzelnen Dinge unterscheiden sich nicht nur im Muster, der Farbe, oder dem eingesetzten Zubehör. So haben unterschiedliche Kostüme unterschiedliche Basisfähigkeiten. Je nach Schild hat es mal mehr oder weniger Verteidigung und die Schwerter haben unterschiedliche Angriffswerte. Es gibt dabei offensive auf den Nahkampf ausgerichtete Waffen und welche die besser auf magische Angriffe spezialisiert sind. Diese Eigenschaften gilt es natürlich in den Kämpfen clever zu nutzen, um die Gegner in einen Zustand zu befördern, in dem sie mehr Schaden nehmen. Auch das sollte Serienkennern mittlerweile aus den anderen beiden Teilen bekannt vorkommen.

Menu 12

Die auszurüstenden Fähigkeiten besitzen dabei alle einen bestimmten Level. Dieser bestimmt die Effektivität, den Schaden und den Verbrauch der Aktionsleiste. Was dieses Spiel so besonders macht, ist die Tatsache, dass man bei bestimmten Händlern die Fähigkeiten Hochstufen und sie einer Synthese unterziehen kann. Doch das System ist etwas zu kompliziert geraten. Denn beim Hochstufen gibt es ein Limit. Höher gestufte Zauber liefern mächtigere Zauber. Manche lassen sich jedoch nicht aufrüsten, da sie bereits das maximale Level erreicht haben. Und so weiter und so fort.

Wer bereits dieses System für verwirrend hält, der darf gar nicht erst versuchen die Geschichte genauer zu verstehen. Denn die sonst so grandiose Inszenierung, die schöne Grafik und die wunderbare Musik, gehen in einem Tohuwabohu an Geschichtssträngen unter und es besteht immer das Gefühl, dass man doch zu wenig Zeit zur Verfügung hat. Es ist nie wirklich klar was gerade oder als nächstes zu tun ist. Sinnlose oder erzwungene Zusammenführungen loser Fäden trüben den Gesamtgeschmack des Spiels doch ungemein. Es will auch nach dem 5 durchlesen nicht alles wie ein großes Ganzes wirken und es kommt so vor, als hätten sich die Entwickler und Geschichtenerzähler hier zu viel vorgenommen. Als würden sie zeitweise selber nicht wissen wo sie eigentlich hin wollen würden. Man fühlt sich ständig an Majoras Mask erinnert. Doch funktioniert das System mit der Zeit nicht so gut wie in dem Klassiker. Die Uhr läuft unaufhaltsam im Hintergrund und erzeugt ein Druckgefühl, das nicht jedem gefällt. Dieses Drängen verstärkt das Gefühl der Planlosigkeit leider noch um ein Vielfaches.

Fazit

Battle 47Wer auf grandiose Grafik und schöne Zwischensequenzen steht und seine Figur gerne individualisiert und einfärbt, der sollte definitiv zugreifen. Gleiches gilt für Fans der Final Fantasy 13 Trilogie. Allerdings ist das sehr verwirrende Storytelling, die Tatsache der willkürlichen Verteilung der Statusboni durch erfüllte Aufträge und den steten und krassen Zeitdruck nicht für alle Leute das Richtige. Ständig bleibt das Gefühl so viel zu verpassen, dass das Spielgefühl teilweise auf der Strecke bleibt. Natürlich besteht die Möglichkeit das Verpasste im New Game + samt neuem Schwierigkeitsgrad zu erleben, doch muss man ganz klar sagen, dass es wirkt als wenn die Ziele zu hoch gesteckt waren. So bleibt das Spiel ganz klar hinter den Erwartungen zurück und liefert nicht mehr die erstklassige Unterhaltung, wie wir sie noch vom ersten Teil kennen.

Für Fans der Reihe durchaus zu empfehlen. Wer allerdings bereits beim zweiten Teil gehadert hat, wird hier definitiv nicht mehr glücklich werden.

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