Kritik | Naughty Bear

14. August 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Naughty Bear
Redaktions-Wertung:
Publisher:
NBG EDV Handels & Verlags GmbH
Plattform:
Xbox360, PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
18.06.2010
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Genre:
USK:
keine Angaben

Die Trailer zu Naughty Bear waren makaber und lustig zu gleich. Jetzt dürfen wir den Teddybären ausführen und selbst Rachefeldzüge gegen die anderen Bären durchführen. Sozusagen Happy-Tree-Friends zum selbst spielen, naja mal schauen ob das 505games – Team uns den erhofften Spielspaß liefern kann.

Der ausgestoßene Teddybär

Auf der Insel der Teddybären gibt es nur Spaß und Zufriedenheit, die Bären feiern, grillen und genießen die Zeit zusammen. Aber Vorsicht, ein Teddybär passt nicht ganz auf diese Insel, sein Fell ist aufgerissen, er hat ein Loch im Ohr und ist nicht besonders gepflegt. Die Rede ist von Naughty, dem Bär der sich so einiges von den anderen gefallen lassen muss und immer gehänselt wird. Am Tag an dem er als Einziger nicht zu einer Geburtstagsfeier eingeladen wird beschließt er den Spieß umzudrehen und sich an allen Teddybären der Insel zu rächen. Der Amoklauf beginnt und es fliegen die Fetzen… ääähh Watte!

How to kill in Teddy-Style

Das Prinzip ist einfach: möglichst viele „Gemeinheitspunkte“ in geringer Zeit erreichen. Das geht zum Beispiel so: Wir werfen Kisten um, lassen die Luftballons der Party platzen, sabotieren Telefonzellen und spülen Geschenke die Toilette runter. Objekte können wir deshalb sabotieren um die anderen Bären anzulocken. Wenn wir sie angelockt haben und sie versuchen die Sabotage zu reparieren ist die Ablenkung groß, und so können wir sie am allerbesten erschrecken. Je mehr Chaos wir also anrichten, desto panischer werden die kleinen Bärchen. Jedes Mal wenn einer von ihnen in Angst verfällt und zerstörte Gegenstände, tote Freunde usw. sieht, steigt der Punktemultiplikator in die Höhe. Es gilt also möglichst viele Gemeinheiten in kurzer Zeit durchzuführen. Die Attacken unseres Naughtys sind dabei größtenteils jenseits von Gut und Böse. Der kleine Psychopath dreht nämlich komplett durch und man kann froh sein, dass kein Blut fließt sondern nur Watte. Ansonsten würde unsere schöne Teddy-Welt bald ganz in rote Farbe getränkt sein. Zur Verschnaufpause und zum Verstecken könnt ihr euch ins Gebüsch zurückziehen. Dort findet euch keiner, nicht mal die Polizei, die bei zu heftigem Gemetzel ordentlich durchgreift.

Naughty Bear bietet sieben Episoden, in denen es jeweils einen immer neuen Peiniger aus dem Weg zu räumen gilt. Mit der Zeit wird das ganze langweilig da ihr ein und denselben Abschnitt unter diversen Voraussetzungen immer wieder spielen müsst. Motivation gibt es nur durch besonders ausgefallene Attacken und Überraschungsangriffe.

Altbackene Technik und der Multiplayer-Modus

Die Optik von Naughty Bear erinnert an vergangene Tage und mittelmäßige Spiele. Schwammige Texturen, kaum Details und Ruckler trüben den Gesamteindruck. Tolle Spezial-Effekte oder Spiegelungen fehlen fast komplett. Die Farben sind schön bunt und passen zur Teddy-Welt, das ist einer der wenigen Pluspunkte. Der Sprecher ist irgendwie cool, die Musik auch amüsant aber nicht besonders spannend. Alternativ zum Soloabenteuer kann man auch in den Vier-Spieler Multiplayer-Modi versuchen, sich gegenseitig die Füllwolle aus dem Leib zu prügeln. Doch wo das simple Kampfsystem für Einzelspieler noch passable Ergebnisse liefert und zumindest in Ansätzen mit taktischen Passagen gefüttert wird, laufen die Online-Duelle meist nur auf langweiliges Tastengeklopfe hinaus!

Fazit

Es muss leider festgehalten werden, dass die Trailer zuviel versprochen haben. Das Spiel wird nach kurzer Zeit langweilig, da nichts neues geboten werden kann. Nur das Kampfsystem und die vielen gemeinen und hinterhältigen Aktionen von Naughty können oft Laune machen, da sich hier jeder mal abreagieren und nach einer Hänselei psychopathisch zurückschlagen kann. Die Grafik erinnert an ein Xbox 1 – Spiel, Sound und Präsentation können auch kein höheres Niveau erreichen. Eine Kaufempfehlung kann ich deshalb nicht geben. Es sollte jeder für sich entscheiden ob es sich lohnt einmal kurz Spaß mit einem Amok-Teddybär zu haben.

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