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Kritik | The Bureau: XCOM Declassified

16. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
The Bureau: XCOM Declassified
Redaktions-Wertung:
Publisher:
2K Games
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
23. August 2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

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Es ist noch gar nicht so lange her, dass “XCOM: Enemy Unknown” zum ersten Mal in den Regalen stand. Und trotzdem kommt nun schon das nächste XCOM-Spiel, das auf den Namen “The Bureau” hört. Das klingt allerdings komischer als es eigentlich ist, denn das Spiel ist schon seit über 3 Jahren in Planung und wurde dann von “Enemy Unknown” quasi überholt. Nun ist es jedoch fertig, veröffentlicht und bereit, ausführlich gespielt zu werden.

Es wurde viel darüber diskutiert, dass “The Bureau” eben kein XCOM-Sicht-von-oben-Strategie-Spiel ist, sondern in gewisser Weise ein Action-Shooter mit Strategieelementen. Darüber wurde natürlich viel gemeckert, wie kann man nur, welch ein Frevel, XCOM soll doch kein Mainstream-Shooter werden usw. Aber wenn man das Spiel als das sieht, was es ist, kann man das keinesfalls als Schwachpunkt sehen. Doch ich fange besser von vorne an…

Wieder mal die Erde retten

Es ist die alte Leier. Aliens sind auf der Erde, machen mächtig Stunk und irgendwelche Menschen müssen sich darum kümmern. In diesem Fall sind es Menschen aus den USA der Sechziger Jahre, die den Krieg der Welten für sich entscheiden wollen. Um das zu schaffen, rücken sie in kleinen Gruppen aus, die die Aliens zurückschlagen sollen. Man selbst steuert dabei einen Charakter aus der Third-Person-Perspektive und gibt seinen KI-Mitstreitern verschiedene Befehle. Und das sollte man auch, denn ohne richtige Anweisungen wirken die Kollegen oftmals etwas verwirrt. Doch das hält sich in Grenzen, wenn man immer den Überblick behält und jedem seine Aufgabe zuteilt.

screen1

Am Anfang könnte das Ganze noch etwas holprig ablaufen, doch mit steigendem Level verbessert sich auch die eigene Performance. Man hat im Kampf viel mehr Möglichkeiten, die eigenen Männer können mehr bewirken, es wird rundum spaßiger. Doch etwas ernüchternd ist dagegen der sehr lineare Verlauf des Aufstiegs. Eine bestimmte Skillung gibt es nicht wirklich, man schaltet einfach nacheinander immer mehr Kram frei und wird immer stärker. Hier wäre vielleicht etwas mehr strategischer Tiefgang möglich gewesen. Immerhin gibt es verschiedene Klassen, die sich im Kampf ergänzend einsetzen lassen. Das ergibt auch Sinn und macht Spaß, obwohl man nicht zwingend alle Klassen braucht, um das Spiel zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

Flüssiges Gameplay

Das ganze Aufleveln, Ausrüsten und Zusammenstellen der Gruppe geschieht in der Basis, in der man regelmäßig vorbeischaut. Dort quatscht man mit ein paar Leuten, regelt dies, regelt das… Um dann wieder tatkräftig in den nächten Kampf ziehen zu können. Ist man jedoch zu überstürzt, sodass ein Kollege das Zeitliche segnet, ereilt ihn der Permadeath, sprich er ist für immer tot. Nun kann man natürlich einfach zum letzten Speicherpunkt zurücksetzen, doch wer seinen Fortschritt behalten will, wird sich gut um seinen Squad kümmern müssen. Hat man dies im Hinterkopf, entfaltet “The Bureau” seinen ganzen Reiz. Die Kämpfe gehen sehr gut von der Hand, sind nicht zu leicht oder schwer, man kann sich selten ausruhen und muss jeden Befehl ordentlich überdenken. Und dann verzeiht man dem Spiel auch, dass die ersten paar Runden eher zäh vonstattengehen und der ganz große taktische Tiefgang auf sich warten lässt. Denn irgendwann nutzt man völlig natürlich alle möglichen Optionen des Gameplays, springt von Deckung zu Deckung, kombiniert verschiedene Waffen und ist letztendlich siegreich.

screen2

Fazit

Gerade wenn man zu den Leuten gehört, die einem XCOM-Third-Person-Shooter sehr skeptisch gegenüberstehen, wird man mit “The Bureau” ein paar Startschwierigkeiten haben. Wie funktioniert das hier alles, was machen meine KI-Kollegen, was ist die beste Taktik und was will dieses Spiel überhaupt von mir…? Vieles scheint am Anfang recht merkwürdig. Doch wenn man erst mal die ersten Upgrades erhalten und sich an das Gameplay gewöhnt hat, ist das schnell vergessen. Dann spielt “The Bureau” alle seine Stärken aus und zeigt ein sehr dynamisches Gameplay, das letztendlich doch sehr durchdacht zu sein scheint. Trotzdem bleibt natürlich der Wermutstropfen der nicht ganz so großen taktischen Möglichkeiten. Doch da ist wahrscheinlich vieles einfach durch die lange und kurvenreiche Entwicklungsgeschichte zu begründen. Alles in allem ist “The Bureau” zweifellos ein sehr spaßiges Spiel, dass zudem mit seinem sehr atmosphärischen 60er-Jahre-Stil auftrumpfen kann.

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