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Kritik | Starhawk

24. Mai 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Starhawk
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
11. Mai 2012
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Genre:
USK:
16

Vor wenigen Wochen kündigten Sony Computer Entertainment und das Santa Monica Studio einen neuen “God of War”-Teil an. Bei all dem dadurch entstandenen Trubel, ging die Veröffentlichung ihres neuesten Babys ein wenig unter. Das PS3-exklusive “Starhawk” setzt wie sein Vorgänger “Warhawk” auf die Stärken des Multiplayer-Gamings, verspricht im Gegensatz dazu aber auch eine actiongeladene Solo-Kampagne. Kann sich das mit wenig Promotion veröffentlichte Spiel so zum Überraschungshit mausern?

Alte Probleme in der fernen Zukunft

Das Szenario von “Starhawk” erinnert an zahlreiche zuvor erzählte Science-Fiction-Geschichten. Die Menschen haben die Erde längst verlassen und sich auf anderen Planeten angesiedelt. Die alles bestimmende Energiequelle heißt schon lange nicht mehr Öl oder Gas, sondern Rift. Eines hat sich jedoch auch in der Zukunft nicht geändert: die Gier. Der aus Minen geförderte, türkisene Rohstoff weckt nicht nur die Begehrlichkeiten der Menschenkolonien, sondern auch der sogenannten Outcasts. Die Outcasts waren einst normale Bergarbeiter, die jedoch dem direkten Kontakt mit Rift ausgesetzt waren und dadurch zu wütenden Bestien mutiert sind. Auch unser Held, Emmett Graves sowie dessen Bruder Logan, blieben davon nicht verschont. Während sich Logan in einen Outcast verwandelte, hatte Emmett Glück im Unglück. Dank der Hilfe seines Freundes Cutter, der ihm ein Implantat zur Kontrolle der Rift-Energie einsetzte, werden die schädlichen Kräfte in stärkende transformiert. Gemeinsam macht sich das Revolverhelden-Duo auf, die Menschen vor den Outcasts zu schützen. Auf den Reisen von Planet zu Planet, erfährt Emmett auch die unschöne Wahrheit über Logan…

Emmett, der Baumeister

Das Feature, welches “Starhawk” von anderen Third-Person-Shootern abhebt, nennt sich Build & Battle. Gemeint ist damit das errichten militärischer Anlagen, die mit gesammelter Rift-Energie bezahlt werden. So könnt ihr in den Schlachten gegen Outcasts Wälle, Geschütze, Scharfschützentürme oder Bunker taktisch einsetzen, um die angreifenden Horden zu vernichten. Um es selbst ordentlich krachen zu lassen, stehen eine Menge Fahrzeuge mit dicken Kanonen parat. Das Highlight: der Hawk! Diese ultimative Kampfmaschine lässt sich Wahlweise als Mech auf dem Land, oder wesentlich spektakulärer als Jet in der Luft steuern. Diese Möglichkeiten statten das Spiel mit einem vielfältigen Gameplay aus, das die 08/15-Story vergessen lässt. Egal, ob auf den Planeten die Fetzen fliegen, oder wilde Verfolgungsjagden durch das All – alles sorgt für massig Action und geht dabei spielend leicht von der Hand. Das soll jedoch nicht heißen, dass der Schwierigkeitsgrad zu niedrig ist. Trotz der simplen Steuerung fordert uns die K.I. doch einiges an Geschick ab, ohne dabei unfair zu werden.

Zirka 10 Stunden benötigt man für die Kampagne, die gleichzeitig ein ausführliches Training für den Online-Multiplayer-Part, den Hauptteil von “Starhawk”. Wie schon im Vorgänger wird auf die altbekannten Modi Capture The Flag, Death Match, Team Death Match und Zonen gesetzt. Einsteiger werden es anfangs recht schwer haben, sich zurecht zu finden. Mit bis zu 32 Mitspielern werden die Gefechte ausgetragen, was dem ungeübten Gamer schnell sehr chaotisch vorkommen wird und einen virtuellen Tod nach dem anderen zur Folge hat. Nicht umsonst lassen sich die Größe der Map und die Anzahl der Mitspieler vor dem Einstieg bestimmen. Daher sollte man sich erst einmal langsam nach oben tasten und ein Gefühl dafür gewinnen, wie die Verteidigungsanlagen sinnvoll einzusetzen sind, bevor man sich mit den Profis misst. Als kleines Goodie gibt es bei Einlösen des Network Passes obendrein das original “Warhawk” aus PSone-Zeiten gratis zum Download.

Space Cowboys

Das Setting von “Starhawk” kombiniert Science-Fiction mit dem Wilden Westen und erinnert daher stark an die 80er-Jahre-Kultserie “Bravestarr”. Technisch sicher unter den Möglichkeiten die sonstige PS3-Exklusivtitel vorweisen können, punktet das Game trotzdem aufgrund des tollen Designs. Besonders die Weitsicht bietet tolle Panoramen, aber auch der Blick in die Unendlichkeit des Weltalls sorgt für Stimmung. Leider vermisst man diese designerischen Stärken bei den Charakteren. Emmett ist absolut austauschbar und auch sein Begleiter Cutter ist alles andere als außergewöhnlich. Richtig cool hingegen sind die Zwischensequenzen, ein Mix aus Comic und Cartoon, die den Charme von “Starhawk” wunderbar einfangen und transportieren. Verstärkt wird dies durch den lässigen Wild-West-Desperado-Soundtrack.

Fazit

“Starhawk” ist eine echte Perle, die ihre Stärken besonders im Multiplayer-Erlebnis entfaltet. Revolutionär ist an diesem Spiel zwar nichts, dafür sorgen das Build & Battle System sowie die zahlreichen Fahrzeuge für reichlich frischen Wind in dem etwas angestaubten Genre.

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