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Kritik | Spec Ops: The Line

16. Juli 2012 | 1 Kommentar
Titel:
Spec Ops: The Line
Redaktions-Wertung:
Publisher:
2K Games
Plattform:
PC, PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
29. Juni 2012
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: PS3-Version

Dass auch aus deutschen Landen gute Action-Games kommen können, wissen wir spätestens seit “Crysis”. 2012 führt das Berliner Entwickler-Studio Yager die bereits 1998 gestartete Spec Ops-Serie mit dem jüngsten Ableger “The Line” fort. Wie so oft wurde im Vorfeld ein großes Tam-Tam um die Veröffentlichung gemacht, aus manchen Ecken vernahm man Worte wie ‘revolutionär’ oder ‘einmalig’. Inwieweit “Spec Ops: The Line” seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird, oder ob wieder einmal nur reichlich Sand aufgewirbelt wurde, lest ihr hier.

Aussicht auf Sandstürme mit tödlichem Kugelhagel

Damit hat wohl niemand gerechnet, als Dubai aus dem Wüstensand gestampft wurde: Das Land erobert seinen Boden wieder zurück. Ein Sandsturm nach dem nächsten reißt die einst schillernde Metropole ins tiefe Chaos. Zwar senden die Amerikaner eine Rettungseinheit, doch deren Einsatz läuft nicht wie geplant. Um den Vorfällen auf den Grund zu gehen, schlüpfen wir in die Rolle des Captain Walker, der sich mit seiner Aufklärungseinheit durch die widrigen Bedingungen durchkämpft. Dabei stellt das Trio fest, dass seine Anwesenheit weder von den Einheimischen, noch von den U.S.-Soldaten geschätzt wird. Unter Dauerbeschuss scheint der einzige Ausweg ein Funksignal aus dem höchsten Gebäude der Stadt. Doch der Weg dorthin ist kein leichter…

In einem frischen Setting erzählt “Spec Ops: The Line” eine durchaus dramatische Story, die die Schrecken des Krieges unverblümt aufzeigt und dem Spieler Entscheidungen mit teils verheerenden Auswirkungen aufzwingt. Dies sorgt für einen hohen Widerspielwert der leider nicht besonders langen Kampagne, denn man fragt sich häufig, was wohl passiert wäre, hätte man anders gehandelt.

Souveräner Shooter

Bei einem Third-Person-Shooter kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Auch “Spec Ops: The Line” gibt sich in Sachen Gameplay keine Blöße. Das Zielen funktioniert auch mit dem Controller sehr präzise, je nach Waffe verzieht es beim Schuss das Fadenkreuz – mal mehr, mal weniger. Auch der (sehr selten vorkommende) Nahkampf geht dank lediglich einer Tastenbelegung leicht von der Hand. Einen großen Pluspunkt ergattert sich das Game, dass es den Möglichkeiten entsprechend viel Abwechslung bietet. Das fängt schon damit an, dass ein wirklich breites Waffen-Arsenal vorhanden ist und definitiv auch benötigt wird.

In gewissen Situationen lässt uns das Spiel die Wahl, ob wir mit Schalldämpfer auf der Waffe aus dem Hinterhalt agieren, oder mit Dauerfeuer die Party stürmen. Grundsätzlich sieht man sich einer großen Anzahl an Feinden gegenüberstehen. Eine gute Deckung ist dabei unersetzlich, doch auch ein taktisches Vorgehen ist gelegentlich gefragt. So sollte man gut gepanzerte Soldaten, insbesondere die Trooper, als erste unter Beschuss nehmen und dies nach Möglichkeit mit der höchsten Durchschlagskraft. Da Walker nur 2 Waffen und 3 Sorten an Granaten mit sich tragen kann, sind die Optionen sehr begrenzt. Zusätzlich lassen sich unsere Teamkameraden dazu befehligen, einem bestimmten Ziel die oberste Priorität zu geben, was uns den Rücken frei hält. In brenzligen Situationen helfen die beiden auch gerne mal mit einer Blendgranate aus. Die K.I. ist also durchaus hilfreich. Ein weiteres, richtig cooles Element sind Glasscheiben, hinter denen sich Tonnen an Sand befinden, welche dann bei Beschuss die Gegner verschütten.

Auch die Widersacher verdienen sich diese Bezeichnung und sind nicht einfach nur Kanonenfutter. Natürlich gibt es den ein oder anderen, der scheinbar unbedacht seine Deckung verlässt, der Großteil jedoch weiß einen wirklich zu fordern. Es gibt nicht wenige Stellen, an denen mehrere Anläufe zur Bewältigung benötigt werden. Umso größer die Freude, wenn ein schwieriger Abschnitt gemeistert wurde.

Für zusätzliche Action sorgen Helikopter-Flüge, bei denen wir mit einer Minigun Bleigewitter verursachen, oder aber auch das “Reiten” auf einem Truck, von dem aus Granaten ihren Weg auf unsere Feinde finden. Zusammengefasst lässt sich “Spec Ops: The Line” kurz und knapp wohl am besten als siebenstündige Adrenalinspritze für große Jungs und Mädels bezeichnen.

Untergangsstimmung im Wüstenparadies

Die Idee eine Wüstenmetropole, die dem Untergang geweiht ist, als Szenario zu wählen, war ein echter Geniestreich. Es ist einfach mal was Neues, was das Genre auch dringend benötigte. Darüber hinaus glänzt “Spec Ops: The Line” mit einem wirklich hervorragenden Design. Dubais Wolkenkratzer wirken sehr authentisch, Luxushotels machen ihrem Namen alle Ehre, dazu die Berge an Sand – all das ist schon sehr stimmungsvoll. Highlights sind aufkommende Sandstürme, in denen man kaum etwas sieht, oder aber auch gewisse Passagen in Walkers Psyche, in denen sich wortwörtlich die Hölle auftut. Nicht ganz so gelungen ist die technische Umsetzung des Ganzen. An Panoramen oder Blicken in die Ferne gibt es nichts auszusetzen, von Nahem betrachte offenbart sich jedoch die ein oder andere Schwäche. Die Gesichter unserer Protagonisten sind ziemlich hölzern und nicht gerade das, was man als lebensecht bezeichnet würde. Erschwerend kommen starkes Kantenflimmern und nicht immer saubere Texturen hinzu. Einen negativen Einfluss auf den Spielspaß hat das allerdings nicht.

Die Synchronisation ist für deutsche Verhältnisse als gelungen zu bezeichnen, wenn auch nicht on top, zumal manche Sprüche recht oft wiederholt werden. Waffen- und Umgebungsgeräusche lassen wenig Raum zum Meckern, ganz zu schweigen von dem genialen Soundtrack, der dem Game einen einmaligen Touch verleiht.

Fazit

“Spec Ops: The Line” erfindet das Shooter-Rad definitiv nicht neu, sondern setzt gekonnt auf Altbewährtes. Das tolle Setting und die packende Story sind zudem Anreiz, das Spiel mindestens ein zweites Mal durchzuspielen. Obendrein gibt es noch einen Multiplayer-Modus als Bonus, der das Spec-Ops-Erlebnis ein wenig verlängert.

Kommentare (1)

  1. Topper Harley sagt:

    Das Game ist voll langweilig. Habs nach 2 Std. spielen wieder verkauft.

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