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Kritik | Sleeping Dogs : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Sleeping Dogs

14. Oktober 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Sleeping Dogs
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Square Enix
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
19. Oktober 2012
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: PS3-Version

Während der Rest der Welt schon seit Mitte August in den Genuss von “Sleeping Dogs” gekommen ist, müssen wir hier in Deutschland noch bis zum 19. Oktober warten, bis das Game in zensierter Fassung endlich in den Regalen der Händler liegt. Ursprünglich als Fortsetzung der “True Crime”-Serie geplant, ließ Activision das Spiel fallen, sodass es nun von Square Enix unter neuem Titel veröffentlicht wird. Nach den vielen guten Kritiken rund um den Globus, könnte dem japanischen Publisher mit diesem Schachzug also ein echter Glücksgriff gelungen sein. Ob dem auch tatsächlich so ist, sagen wir euch.

Undercover into Deep

In “Sleeping Dogs” schlüpfen wir in die Rolle von Wei Shen, ein in den USA aufgewachsener Polizist, der nun seine Zelte in der Mega-Metropole Hong Kong aufschlägt. Als Undercover Cop ist es sein Auftrag, tief in die örtliche Triaden-Szene einzudringen und die Mafia-Strukturen von innen heraus zu zerschlagen. Mit Hilfe seines Jugendfreundes Jackie schafft es Wei tatsächlich, schnell Kontakte zur Organisation der Sun On Yee zu knüpfen und dort als Handlanger erste Sympathien zu gewinnen. Anfangs noch hochmotiviert seine Mission zu erfüllen, findet Wei jedoch schnell Gefallen am Sex-Drugs-&-Crime-Lifestyle und obendrein geben ihm die Gangster das, was ihm im normalen Leben verwehrt blieb: Wertschätzung und Familie. Eine Entwicklung, die auch Weis Vorgesetzten nicht verborgen bleibt. Und so gerät der junge Polizist immer weiter in Konflikt zwischen Job und Gefühlen. Wird er seinen Auftrag so überhaupt beenden können?

Die Story ist nicht nur insgesamt sehr spannend, sondern auch düster, rau und schonungslos inszeniert. Das Zusammenspiel von Gewalt und Freundschaft innerhalb der Triaden reißen einen irgendwann so mit, dass man das Gamepad gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und wissen muss, wie es mit Wei und den Sun On Yee weiter geht.

Viele Zutaten, noch mehr Action

Es ist schon fast zur Gewohnheit geworden, dass sich ein Open-World-Spiel einem Vergleich mit der “Grand Theft Auto”-Serie unterziehen muss. Und in der Tat enthält auch “Sleeping Dogs” einige altbekannte Elemente. Allerdings wurden auch aus anderen Games diverse Dinge abgeschaut, doch dazu später mehr.

Wei wird vom Spieler durch eine frei erkundbare Stadt, in diesem Fall Hong Kong, bewegt und kann dabei auch das ein oder andere Gebäude – in der Regel Geschäfte – betreten. Einen kleiner Stadtplan am Rande des Spielfeldes zeigt die aktuellen Missionen an. Die Hauptaufträge stellen Polizei und Triaden. Diese umfassen Ermittlungsarbeiten sowie Botengänge und blutige Auseinandersetzungen mit verfeindeten Gangs. “Sleeping Dogs” legt viel Wert auf den waffenlosen Kampf. Mit einer begrenzten Anzahl von Attacken zieht Wei los, um seine Gegner niederzustrecken, lernt im Laufe des Spiels jedoch immer neue Moves hinzu, die dann per Tastenkombo ihre verheerende Power entfachen. Das Aneignen von Martial Arts war ja bereits im Vorgänger “True Crime: New York” ein cooler Bestandteil und ist nun in “Sleeping Dogs” von noch höherer Bedeutung.

Da die Feinde unterschiedlich stark sind – manche tragen Messer, andere sind schlicht zu dick – reicht es nicht, einfach wild darauf einzuprügeln, die erlernten Techniken müssen mit richtigem Timing eingesetzt werden. Zudem gibt es ein raffiniertes Konter-System, welches an das aus “Batman: Arkham City” erinnert. Leider lässt Weis Reaktionszeit dabei gelegentlich ziemlich zu wünschen übrig. In der ungekürzten Version von “Sleeping Dogs” kann unser Held die Widersacher zudem packen und mit sogenannten Environment Kills, bei denen Gegenstände aus der Umgebung – wie Kreissägen, Brennöfen oder Schwertfische – mit einbezogen werden, ausschalten. Wegen des hohen Gewaltgrades dürften diese in der deutschen Fassung jedoch nicht vorhanden sein.

Natürlich fehlen auch Schusswaffen nicht. Diese gibt es jedoch nicht zu kaufen, sondern ausschließlich, wenn man sie den Gegnern abnimmt. Hat Wei eine Wumme in seinen Händen, spielt sich “Sleeping Dogs” wie ein solider Third-Person-Shooter, bei dem man aus der Deckung ganz wie der Kollege Max Payne in verlangsamter Bullet Time seine Salven abfeuert. Aus Fahrzeugen und Booten erinnert der Kugelhagel hingegen an “Just Cause 2″. Für etwas Abwechslung von der vielen Action dienen Missionsabschnitte, in denen Wanzen zur Spionage angebracht oder Sicherungs-Codes geknackt werden müssen. Zudem führen Beschwatzen von Wachleuten, Kletter- und Sprungeinlagen, Handyfotos oder Kapern fahrender Autos zum erfolgreichen Abschließen einer Quest.

Neben diesen Hauptaufgaben bietet “Sleeping Dogs” noch zahlreiche, von der Story unabhängige Missionen. Für die Polizei erledigt man beispielsweise eine Drogenrazzia. Diese läuft immer nach dem gleichen Konzept ab. Wei betritt den Ort, an dem die Deals stattfinden und vermöbelt alle Ganoven, die sich ihm in den Weg stellen. Im Anschluss wird eine Überwachungskamera per kleinem Zahlenrätsel gehackt und dann vom sicheren PC aus der Zugriffsbefehl an die Kollegen erteilt. Auch die Bewohner Hong Kongs bitten Wei ständig um Hilfe. Botengänge, Autodiebstahl und Verprügeln sind dabei die Tagesordnung, was auf Dauer leider ein wenig eintönig ist. Generell haben alle Missionen das Problem, dass sie sich in ihrer Ausführung, die zudem kaum Handlungsfreiheit bietet, oft wiederholen.

Als Dank für seine Dienste kassiert Wei nicht nur Geld, sondern auch Ansehen. Letzteres ist wichtig, um Gegenstände wie Kleider oder Fahrzeuge freizuschalten und im Endeffekt dann kaufen zu können. Desweiteren lässt sich der Zaster in Essen oder Massagen investieren. Außerdem ist es möglich, die Freizeit bei Hahnenkämpfen, in Martial Arts Arenen, mit Autorennen oder dem Kidnappen von Geldtransportern zu verbringen. Insgesamt wartet das Gameplay von “Sleeping Dogs” also mit einen enormen Umfang auf, der viele Spielstunden garantiert.

Unterwegs in Hong Kong

Bei jedem Open-World-Titel steht und fällt der Spielspaß mit der Stadt, in dem die Handlung abläuft. Dieses Game bietet fast alles, was es braucht, um dem Betrachter möglichst viele realistische Eindrücke zu vermitteln. Tempel, Prachtbauten, ein großes Hafengebiet, zahlreiche Highways, Industriehallen, kleine Gässchen, heruntergekommene Häuser, Discos, Straßenhändler – wirklich alles ist dabei. Fußgänger und Verkehr könnten bei einer solchen Metropole zwar noch etwas häufiger in der Stadt vorkommen als es im Spiel der Fall ist, aber insgesamt wirkt das alles doch sehr lebhaft und glaubwürdig. Unterstützt wird dies von einem all umfassenden Radio-Soundtrack, der neben Hip Hop, Metal, Dubstep und Klassik auch asiatischen Pop, Rap und Electro enthält.

Optisch hingegen wirkt “Sleeping Dogs” nicht mehr ganz taufrisch, was besonders an den Haaren und Gesichtern der Figuren zu sehen ist. Stören tut dies allerdings nicht, liegt der Fokus doch eher auf den detailreichen Umgebungen und den Kampfanimationen. Während das völlig unrealistische Fahrverhalten von Autos und Motorrädern sehr nervig werden kann, punktet “Sleeping Dogs” mit einer ausgezeichneten Synchronisation – allerdings auf Englisch, mit deutschen Untertiteln.

Fazit

Zum Glück hat dieses Spiel noch das Licht der Welt erblickt, nachdem sein Erscheinen ja für einige Zeit recht unsicher war. Insbesondere mit der fesselnden Story und dem viagra for sale lebendigen Hong Kong weiß “Sleeping Dogs” zu überzeugen. Da macht es auch nicht viel aus, dass versucht wird, das sich wiederholende Missionsdesign mit viel Action zu kaschieren.

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