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Kritik | Metro: Last Light

1. Juni 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Metro: Last Light
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Koch Media GmbH
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
17. Mai 2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

Als “Metro 2033″ 2010 veröffentlicht wurde, war es in vielerlei Hinsicht ein einzigartiges Spiel. Setting, Story und Atmosphäre haben die Kritiker zu Recht begeistert. Außerdem ist es nach wie vor eines der wenigen Spiele, das sich als Vorlage nicht einen Film oder ein anderes bekanntes Franchise vorgenommen hat – sondern einen Roman. Alle diese Tugenden schreibt sich auch der Nachfolger “Metro: Last Light” auf die Stirn. Mal sehen, ob er mit den hohen Erwartungen fertig wird.

Alte Bekannte

Der Spieler schlüpft erneut in die Rolle von Artyom, der auch der Protagonist des ersten Teils ist. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte von “Metro: Last Light” ist dessen Fähigkeit, mit den mysteriösen “Schwarzen” zu kommunizieren. Diese “Schwarzen” hat er zwar im Vorgänger ausgelöscht, war dabei aber wohl nicht gründlich genug. Nun wird er wieder mit ihnen konfrontiert, was sich als recht kompliziert erweist. Noch dazu muss er sich im Moskauer Untergrund mit den verschiedensten politischen Gruppierungen herumschlagen; Nazis, Kommunisten – hier sind alle nötigen Klischee-Kontrahenten vereint. Das klingt zwar nach einem ziemlichen Durcheinander, das fast nur auf altbewährte Elemente setzt. Doch das ergibt alles Sinn; und vor allem durch die dichte Inszenierung und tolle Charaktere kann das Spiel auf der inhaltlichen Ebene voll und ganz überzeugen.

Technisch nahezu perfekt

Wer die Systemanforderungen von “Metro: Last Light” kennt, wird bereits wissen, was hier visuell zu erwarten ist. Die Konsolen kommen natürlich nicht an die Power eines PCs heran, doch auch hier trägt die Grafik einen großen Teil zu der hervorragenden Atmosphäre bei. Licht, Schatten, Effekte – alles sieht extrem beeindruckend und hochwertig aus. Das Ganze wird von sehr guten Sprechern, überaus passender Musikuntermalung und dicken Soundeffekten bestens ergänzt.

screenshot1

Spielerisch wurden die Pluspunkte des Vorgängers beibehalten, insgesamt kommt das Spiel aber weitaus zugänglicher und spielerfreundlicher daher. Ein schönes Feature ist nach wie vor, dass Munition auch gleichzeitig als Währung dient. Ein einfacher Kniff, der gedankenloses Rumgeballer effektiv beseitigt. Neu ist, dass man nun jederzeit drei verschiedene Waffen tragen kann. Und wenn die Standard-Schießeisen nicht mehr reichen, schraubt man einfach allerlei Zusatzgerät dran, um noch besser schießen zu können. Derartige Features sorgen dafür, dass das Erlebnis der Spielwelt noch runder wirkt.

Schönes Spielsystem mit Schwächen

Auch im Kampf werden dem Spieler verschiedene Wahlmöglichkeiten gegeben. Oft ist es möglich, durch das Ausschalten von Lichtquellen einem Gefecht aus dem Weg zu gehen, was eine Anpassung an die jeweilige Situation ermöglicht. Ist man zum Beispiel knapp bei Kasse/Munition, dürfte Schleichen eine bessere Entscheidung sein, als teures Geballer. Doch während man selbst allerlei Möglichkeiten hat, um in den Gefechten intelligent vorzugehen, machen die Gegner oftmals das Gegenteil. Sie sehen Artyom nicht, obwohl er direkt vor ihnen steht, sie können nicht richtig in Deckung gehen usw. Nahezu sämtliche Klassiker der schlechten KI begegnen einem in “Metro: Last Light” früher oder später, was der Atmosphäre natürlich schadet. Wenn ich in der Dunkelheit herumschleiche, ganz knapp an meinen Kontrahenten vorbei, sie mich aber sowieso niemals bemerken, ist das durchaus etwas ernüchternd.

screenshot2

Fazit

Wenn es um Story, Erzählung, Charaktere und Atmosphäre geht, hat “Metro: Last Light” alles absolut richtig gemacht. Hier wurde eine wirklich glaubhafte Welt erschaffen, die den Spieler problemlos in ihren Bann zieht. Auch das Gameplay macht viel Spaß und kann durch interessante Elemente überzeugen. Letztendlich ist es einzig und allein die KI, die das Gesamtbild leider deutlich trübt. Bei all seinen filmischen Qualitäten, der interessanten Thematik und der gut durchdachten Geschichte, ist es etwas derart Banales, das dem Spiel zum Verhängnis wird. Aber so machen die vielen Gefechte, die einen nicht zu vernachlässigenden Teil des Spiels ausmachen, leider nur mäßig Spaß. Doch ich will das Spiel gar nicht schlechtreden. “Metro: Last Light” macht so viel so sehr richtig, dass man es trotzdem unbedingt spielen sollte.

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