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Kritik | Marvel vs. Capcom Origins : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Marvel vs. Capcom Origins

26. November 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Marvel vs. Capcom Origins
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Capcom
Plattform:
PSN, XBLA
LeserInnen-Wertung:
Release:
25 September 2012
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Genre:
USK:
12

Bei uns im Test: Version aus dem PSN

Mal ehrlich: findet ihr nicht auch, dass die Zeit nur so an einem vorbeirast? Mittlerweile merke ich das Woche für Woche, wenn nicht gar Tag für Tag. Und nachdem ich mich jetzt mit Marvel vs. Capcom Origins vergnügt und zurückgeblickt habe, konnte ich es gar nicht glauben, dass die beiden Spiele, die dieses Bundle enthält, aus dem Jahre 1995 bzw. 1998 sind. Wo sind die Jahre nur geblieben… Wer die Games damals gezockt hat, der wird sich sicherlich noch an sie erinnern. Diejenigen unter euch, die da vielleicht erst auf dem Boden herumgekrabbelt sind, lade ich auf kleine Reise in die Vergangenheit ein, deren Geschichte ihr jetzt in der Gegenwart erleben dürft.

6 Blickwinkel

Marvel Super Heroes und Marvel vs. Capcom: Clash of Super Heroes sind die beiden Spiele, die ihr euch jetzt gemeinsam unter dem Namen Marvel vs. Capcom Origins im PSN bzw. bei XBLA herunterladen könnt. Nach dem Start könnt ihr mittels einfachen Tastendrucks zwischen beiden hin und her schalten. Wer ein gutes Gedächtnis hat und sich an die beiden Spiele erinnern kann, der wird zunächst mal nicht viel Neues feststellen… und wird eigentlich auch bis zum Ende Recht behalten.

Trotz HD hat sich rein optisch erst mal nichts getan. Das ist auch gut, schließlich sollen die Spieler ja auch in Erinnerungen schwelgen und wie könnte man das tun, wenn man hier ein völlig überarbeitetes Game präsentieren würde. Und dennoch hat man die eine oder andere Anpassungsmöglichkeit durch das Drüberlegen von Filtern, so dass die Bilder bei entsprechender Einstellung schon schärfer aussehen – und das ist dann heutzutage doch ein wenig besser als gut -.

Besonders cool ist die Möglichkeit, das Spiel aus bzw. in sechs Perspektiven zu betrachten. Man kann das gute alte 4:3-Format mit entsprechenden Seitenrändern wählen oder aber auch ein breites bzw. gestrecktes Bild nehmen. Wer sich aber in die Zeit vor gut fünfzehn Jahren versetzen will, der wählt entweder den Spielhallenkasten, bei dem im selbigen gekämpft wird oder die Retro-Variante, bei der dieser Kasten dann auch noch leicht gekippt ist. Und wer total übertreiben will, der wählt die Ansicht, die entsteht, wenn man einem Zocker über die Schulter guckt. Ob sich diese Perspektive jedoch zum Kämpfen eignet, muss jeder selbst testen.

Unendlichkeits-Gems vs. Tag-Team

Die beiden Spiele laufen an sich nach dem gleichen Muster ab: es wird auf die Gegner eingedroschen, was das Zeug hält, bis man hoffentlich am Ende als Sieger dasteht. Doch einen kleinen feinen Unterschied gibt es dann doch. In Marvel Super Heroes stolpert ihr über verschiedene Edelsteine, die mitten im Kampf auftauchen und die bei Nutzung die Verteidigung des Spielers erhöhen, sein Tempo steigern, ihm Lebenspunkte zurückgeben, etc. Die Option habt ihr in Marvel vs. Capcom: Clash of Super Heroes nicht. Dafür tretet ihr dort jeweils im Modus Zwei-gegen-Zwei an, wobei ihr ständig zwischen beiden Charakteren wechseln könnt – sofern einer noch nicht K.O. ist natürlich -. Auch lassen sich hier Sonderattacken mit den beiden Figuren gleichzeitig ausführen.

Falls jemand keine guten oder nur maue Erinnerungen an die Spiele hat, obwohl er sie früher gezockt hat, dann könnte das daran liegen, dass man sie auf Grund des zum Teil brutalen Schwierigkeitsgrades verdrängt hat. Daran hat sich aktuell auch nichts geändert. Gerade in den späteren Kämpfen kann man gar nicht so schnell wieder auf fortsetzen drücken, wie man die zweite Runde wieder K.O. gegangen ist. Na gut, ganz so schlimm ist es dann doch nicht…. zumindest nicht immer. Und dennoch tritt es nicht selten ein, dass ein Gegner euch mit Kombos innerhalb weniger Sekunden niederstreckt und ihr nicht den Hauch einer Chance habt, etwas dagegen zu tun. Also an gewissen Stellen kann man die Spiele wirklich als „unfair“ bezeichnen – ich weiß, macht man gerne, wenn man verliert, aber in den Spielen ist es wirklich so -.

Mach… Mach… MACH!!!!!!

Was die Kämpfe – zumindest mit dem standardmäßigen Controller – erschwert und einen dazu bringen kann, sein Steuergerät gegen die Wand zu feuern, ist, dass sich die herkömmlichen Controller nicht perfekt für die Ausführung starker Aktionen eignen. Ich weiß gar nicht, wie lange ich gebraucht habe, bis ich endlich mal einen Edelstein eingesetzt hatte und ich würde mich durchaus als jemanden bezeichnen, der keine zwei linken

Hände hat. Auch das Ausführen eines Hyper-Kombo-Moves hat paar Anläufe gebraucht bis ich ihn hinbekommen habe. Und als ich sie dann paar mal hintereinander erfolgreich eingesetzt habe, hat es die nächsten Male wieder nicht geklappt. Dabei ist es eigentlich ganz einfach… Nur dieser blöde Viertelkreis will einfach nicht immer gelingen… Weder mit dem Analogstick noch mit dem Steuerkreuz. Besonders ärgerlich und schmerzvoll ist dies, wenn man kurz vorm Triumph steht und die siegesbringende Attacke einfach nicht funktionieren will. Glück, wer hier einen Arcade-Stick besitzt…

… und Pech, wenn der Gegner einen hat und ihr nicht. Die Spiele lassen sich nämlich auch online gegen Kämpfer aus aller Welt zocken. Wie groß der Andrang ist, ist schwer zu sagen. Wir hatten während unserer Tests verschiedenen Erfolg. Und dennoch ist es cool, dass es diese Möglichkeit gibt. In den Online-Gefechten machten wir überdies die erfreuliche Erfahrung, dass diese wirklich reibungslos ablaufen. Verzögerung ist hier nahezu ein Fremdwort.

Aber auch an die Einzelspieler wurde gedacht, denn eine, wenn auch nicht spielwesentliche Neuerung – besser gesagt Ergänzung – gibt es dann doch. Es wartet nämlich eine Reihe von Herausforderungen á la „Führe x Würfe aus“, „Gewinne x Runden, ohne Lebensenergie zu verlieren“, „Spiele x Matches“, „Führe x Hyper-Kombos aus“, etc. auf euch – die Aufgaben sind so wie die Menüführung auf deutsch -. Zur Belohnung winken Punkte, die ihr in der Galerie gegen Bilder, Videos oder aber auch neue Charaktere eintauschen könnt. Wer also gerade keinen Gegner zur Hand hat oder einfach keine Lust, sich online zu messen, der kann hier seine Zeit ganz gut verbringen. Und wenn man wirklich alles freischalten will, viel Zeit verbringen.

Fazit

Wer gerne noch mal oder überhaupt mal an die „Anfänge“ der Beat’em’Ups gehen möchte, hat jetzt für ca. 15 Euro die Gelegenheit hierzu. Sicherlich gibt es aktuell andere, bessere Alternativen, aber ich glaube, das Bundle stellt gar nicht den Anspruch, irgendjemandem Konkurrenz zu machen und ich denke auch, dass sich die Verantwortlichen bewusst sind, dass es das auch nicht kann. Die beiden Spiele sollen einfach nur unterhalten, was sie zweifellos tun und eben die Spieler auf eine kleine Zeitreise entführen, auf der sie erfahren, dass man damals auch „von solch einfachen“ Spielen begeistert war.

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