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Kritik | Lollipop Chainsaw : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Lollipop Chainsaw

28. Juni 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Lollipop Chainsaw
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Warner Interactive
Plattform:
Xbox 360, PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
15. Juni 2012
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Genre:
USK:
16

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

Goichi Suda, eher bekannt als Suda 51, dürfte wohl einer der berühmtesten Spieleentwickler überhaupt sein. Obwohl sein Output nicht durch großen Umfang glänzt, hat er sich mit besonders skurrilen Spielen wie z.B. „killer7“ einen Namen gemacht. Dementsprechend neugierig war man schon bei der Ankündigung von „Lollipop Chainsaw“, seinem neuesten Streich. Jetzt ist das gute Stück da, und wie erwartet gehen die Meinungen auseinander.

Das Rezept von „Lollipop Chainsaw“ ist denkbar simpel. Eine viel zu knapp angezogene und natürlich hervorragend gebaute Cheerleaderin namens Juliet Starling vernichtet unzählige Zombiehorden mit einer Kettensäge. Allein das reichte schon, um einen enormen Hype um das Spiel zu erzeugen. Kein Mensch wusste etwas über das Gameplay oder den eigentlichen Spielinhalt, alle Welt war auf den Humor gespannt. Das Ergebnis ist, naja, sagen wir mal „kurios“.

„Besonderer“ Humor…

Wenn man den Humor mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es wahrscheinlich „Titten“. Oder „Arsch“. Denn genau so funktioniert „Lollipop Chainsaw“. Die Hauptdarstellerin ist nicht Juliet, sondern ihr Körper, bzw. nur besagte Teile ihres Körpers. Und genau hier spalten sich die Geister. Solch ein Humor geht gerne nach hinten los und wirkt nur noch lächerlich und peinlich. So erging es auch mir. Das Spiel bringt einen sexistischen Witz nach dem anderen, zeigt im Sekundentakt anstößige Körperregionen, und egal ob man lacht oder nicht, es setzt immer wieder noch mal einen drauf. Lange konnte ich mir das nicht geben, bevor mein Hirn komplett auf Durchzug geschaltet hat. „Lollipop Chainsaw“ ist wirklich so offensiv blöd, dass ich mich ernsthaft frage, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Wahrscheinlich wollten sie es einfach so plump übertreiben, dass es schon wieder lustig wird, doch das ist ihnen nicht gelungen.

Aber wie gesagt, dazu gibt es keine allgemeingültige Meinung. Manch einer springt auf genau diesen Humor an. Im Netz gibt es genug Reviews, die das Spiel in den Himmel loben, gerade auch für diese Aspekte. Weniger unterschiedlich sind die Meinungen bezüglich des Stils. Hier wurde wirklich gute Arbeit geleistet, die Präsentation des Inhalts ist rundum gelungen. Die Cutscenes kommen in einer Mischung aus Comicstil und Ingame-Grafik daher und gehen fließend in das eigentliche Spiel über.

Kreativität: Check!

Spielerisch gibt es keine großen Schnitzer, allerdings auch kaum nennenswerte Innovationen. Man rennt mit Juliet durch knallbunte und geradlinige Areale, zerschnetzelt Unmengen von eher unklugen Zombies und löst irgendwelche vorgefertigten Mechanismen in der Spielwelt aus. Das macht durchaus Spaß, verkommt aber mit zunehmender Spieldauer zur Routine. Es kommen zwar regelmäßig neue Moves und Waffen hinzu, doch der Spielverlauf variiert kaum merklich. Abwechslung bieten jedoch die verschiedenen Bosse, die stilistisch jeder an eine andere Musikrichtung angelehnt sind. Und damit kommen wir zu einem Punkt, der das Spiel wirklich auszeichnet. Es strotzt nur so vor Anspielungen auf Filme, Videospiele, Musik, usw. Man wird die ganze Spielzeit über immer wieder schmunzeln können, was wirklich Spaß macht. An Kreativität mangelt es den Machern also keineswegs.

Fazit

„Lollipop Chainsaw“ ist ein wirklich merkwürdiges Spiel geworden. Der Humor ist für mein Verständnis extrem dumm, jedoch machen Stil und Präsentation vieles davon wieder wett. Das Gameplay ist zwar alles andere als innovativ und bleibt durchgehend gleich, doch durch die Bossfights und verschiedene Kampfmoves stellt sich keine Langeweile ein. Der große Knackpunkt dürfte letztendlich der Humor sein. Wenn ihr den mögt, werdet ihr auch das Spiel mögen. Findet ihr ihn nervig, wird euch auch das Spiel nerven.

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