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Kritik | Killzone Mercenary

13. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Killzone Mercenary
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PSV
LeserInnen-Wertung:
Release:
4. September 2013
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Genre:
USK:
18

Killzone Mercenary_Pack_USK…Damals haben sie Vekta in eine florierende und reiche Welt verwandelt. Aber wie uns die Geschichte der Menschheit gelehrt hat, streben Kolonien irgendwann ihre Unabhängigkeit an. Das gefiel den Anführern auf der Erde nicht und die Interplanetarische strategische Allianz (ISA) wurde entsandt die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Hellghast wurden auf Helghan verbannt. Doch nun sind sie wieder da. Die Jahre in der feindlichen Umgebung haben ihre Körper verändert. Zwingen sie dazu Atemmasken zu tragen. Die rot leuchtenden Augen starren dich bedrohlich an. Du bist Arran Danner. Kämpfer. Soldat. Söldner. Deine Aufgabe ist es im Auftrag der ISA die Hellghast zu besiegen, wo auch immer du hingeschickt wirst.

Großes Kino
Die Präsentation der spannenden Geschichte hebt die Vita auf eine ganz andere Ebene. So schön war selten ein Spiel. Erst recht sehr überraschend, wenn man bedenkt dass Killzone Merceneries auf dem Handheld gespielt wird. Überall kracht und explodiert es. Staub wird aufgewirbelt und die Granaten rauchen. Hier wird definitiv ein Maßstab gesetzt, der sich vor dem großen Bruder nicht verstecken muss.

Nach dem kurzen Intro, wo das Nahkampf Feature zum Ausschalten von Feinden vorgestellt wird, geht die cineastische Inszenierung los. Danner läuft mit seinem Partner Ivanov in einen Raum. Plötzlich stürmen 3 Feinde herein. Danner setzt den ersten außer Gefecht, wirft das Messer auf den zweiten und sprintet los. Währenddessen packt sich Ivanov den letzten Helghast. Er läuft mit ihm auf das Fenster zu und springt in den Abgrund. Ihr immer hinterher. Was folgt ist eine Flügelanzugszene wie man sie aus dem Film Transformers 3 kennt. Das alles läuft in In-Game Graphik in einem nahtlosen Übergang ab und ist nur einer der WOW-Momente in diesem Spiel.

_bmUploads_2013-01-28_975_Guerrilla_Killzone Mercenary_05Die Darstellung der Gewalt ist stellenweise ein bisschen heftig, aber untermalt die Brutalität der Söldner und des Krieges. Bei manchen Abfolgen ist es sogar sehr überraschend, dass diese im Spiel belassen und nicht geschnitten wurden.

Die Vertonung und die Soundkulisse sind die meiste Zeit auf hohem Niveau. Lediglich in den Missionen lässt die Qualität der Synchronsprecher durch unangepasste Betonungen nach und büßt dadurch Atmosphäre ein.

Mit gutem Gameplay durch den Krieg wischen
Die Steuerung ist bis auf seltene Ausfälle sehr gut gelöst. Zunächst wird die Ausrüstung ausgewählt. Die Auswahl besteht aus einer Primärwaffe, wie z.B. dem Standardgewehr M82 oder, z.B. einer Sniper. Einer Sekundärwaffe, Granaten, einer Rüstung, die je nach Wahl mehr oder weniger Schaden wegsteckt und einem Vanguard System. Die Rüstungen erlauben das Anpassen an verschiedene Stile. Schnelles und leises laufen ist mit leichten Rüstungen besser als mit ballistischen. Dafür hält sie aber auch wesentlich weniger aus. Das Vanguard System ist eine Spezialwaffe die sich mit der Zeit selber auflädt, oder durch gehackte Vanguard Kapseln zum sofortigen Einsatz bereitgestellt wird. Je nach Wahl wird ein Tarnmantel aktiviert, oder die Steuerung einer Drohne übernommen. Es gibt 4 verschiedene Typen mit individuellen Fähigkeiten.

Die Gegenstände stehen nicht von Beginn an zur Verfügung, sondern müssen durch Geld freigeschaltet werden. Hier macht der Söldner seinem Rang alle Ehre, indem er für jeden erledigten Feind oder jede erfolgreiche Mission bestimmte Geldbeträge erhält. Gerade das Money for a Kill Element ist sehr überraschend, da es doch für das erledigen der Feinde belohnt. In Deutschland fällt es also langsam auf, dass Spiele durch einen Schnitt nicht verschandelt werden müssen und dass das „Ab 18“ Zeichen einer Indizierung vorzuziehen ist.

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Der Touchscreen findet guten Einsatz. So wird durch druck der Dreiecktaste der Nahkampfangriff ausgeführt. Damit dieser erfolgreich abschließt, wird der Finger in vorgegebener Pfeilrichtung über den Screen gezogen. Gelingt das nicht, wird der Angriff gekontert. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden ist das nicht selten einem Todesurteil gleichzusetzen. Zusätzlich ist durch berühren der Symbole ein Waffenwechsel, oder Drohneneinsatz möglich. Der Back-Touchscreen kann durch zweifaches Tippen einen Sprint auslösen.

Neben den Missionen gibt es sehr viel zu entdecken. Die Level können unter erschwerten Bedingungen und mit festen Aufgaben wiederholt werden und es gibt viele Menge Informationen zu sammeln. Diese erlangt man durch das Verhören von bestimmten Wachen, oder durch das Hacken von Konsolen. Das erfolgt in einem Minigame, bei dem die richtigen Symbole zugeordnet werden müssen. Diese Informationen sind allesamt sehr interessant und klären über die Hintergründe des Krieges oder der Charaktere auf.

Die Zwischensequenzen sind leider nicht zu überspringen. Das ist ungünstig gelöst und stört beim vierten Durchgang ungemein. Es ist super, dass die Mission innerhalb der Levelgrenzen auf unterschiedlichen Wegen lösbar ist.

_bmUploads_2013-01-29_999_Guerrilla_Killzone Mercenary_01Grandios – Nur diese Käfer
Neben all den positiven Aspekten und dem doch recht gutem Gameplay gibt es auch ein paar kleinere Fehler die den Spielspaß trüben können.

Es gab bereits zum ersten Tag einen so genannten Day-One-Patch. Das sind ca. 1,1 Gb, die es herunterzuladen gilt. Wenn das Spiel 3,4 Gb groß ist, ist ein solcher Patch schon einmal eine Hausnummer für sich.

Leider läuft die KI auf der Seite der Gegner und innerhalb der eigenen Reihen nicht immer ganz rund. Die Gegner flankieren zwar sehr häufig und verteidigen sich gegenseitig vor Angriffen. Allerdings kommt es auch genauso häufig vor, dass alle wie an der Perlenkette aufgereiht um die Ecke laufen und sich gemütlich ins Jenseits schicken lassen.

Euer Partner, läuft in den Missionen in denen er da ist gerne durch die Kameras, oder mitten durch die Feinde und löst den Alarm aus. Gerade wenn die Mission bei erneutem Durchspielen das Schleichen verlangt, stört das ungemein. Und wieso kann man die toten Körper der Feinde nicht verstecken? Sie fallen einfach um und liegen wie ein Sack auf dem Boden, wo die nächste Patrouille natürlich direkt drüber laufen muss.

Der Multiplayer

Da der grandiose Single Player Modus von Killzone nur ca. 6 Stunden dauert und sich ein Multiplayer gerade im Ego-Shooter Genere anbietet wie die Faust aufs Auge, wird dieser hier Separat beschrieben.

Die Modi
_bmUploads_2013-06-11_3788_devkit-20130508-0358Es gibt 3 verschiedene Arten in denen bis zu 8 Spieler gegeneinander antreten können. Neben dem typischen Deathmatch und Teamdeathmatch ist der „Kriegszone-Modus“ das sehr abwechslungsreiche Sahnehäubchen. Es geht darum Aufgaben in einer bestimmten Zeit so oft wie möglich zu wiederholen und am Ende mehr Punkte zu haben als das gegnerische Team. Die Aufgaben reichen dabei von Heldenkarten sammeln, bis hin zu Vanguard Kapseln hacken (Depots die regelmäßig über der Karte abgeworfen werden und Spezialwaffen enthalten).

Mit jedem Sieg wird Geld je nach belegtem Platz verteilt, welches Erfahrungspunkten gleichzusetzen ist und steigt dadurch im Rang auf. Bei dem Wechsel vom Single Player zum Multiplayer wird der Rang mit übernommen, samt der bereits freigeschalteten Ausrüstung.

Die Karten sind sehr abwechslungsreich gestaltet und es ist immer etwas los. So finden die Kämpfe auf einem Schiff, oder in einem Höhlensystem an einer Küste statt. Ab und zu etwas unübersichtlich, aber immer fordernd und spaßig. Die Größe ist mit mittel oder klein für 8 Spiele mehr als ausreichend.

Das Rüstmaterial
Die Waffen, die hier zur Verfügung stehen, sind allesamt aus der Story bekannt. Es kommen keine neuen hinzu.

Das Balancing
Dieser Bereich ist sehr schwer zu beurteilen, da vieles auch von den eigenen Fähigkeiten abhängt. Allerdings sind zwei Vanguard Systeme zu mächtig.

Die Mantisdrohne, ein fliegender Killerroboter, hält zu viel aus und ist zu wendig. Bevor sie mit der Waffe aufs Korn genommen wurde ist man tot. Gerade wenn in engen Gängen gekämpft wird und der Feind die Drohne gut beherrscht, nervt das ganz schön. Das gleiche gilt für die Bogenrakete. Eine Blitze schießende Ausgeburt der Hölle die automatisch den Gegner angreift, sobald er in die Nähe kommt. Meistens ist er tot bevor er sich auch nur gewehrt hat.

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Bei den Waffen geht es weiter. Wird davon abgesehen, dass Raketen- und Granatwerfer auf kleinen Karten nichts zu suchen haben, sind einige Waffen nur unfair. So schießt die STA-3, ein 64 Schuss fassendes Maschinengewehr ohne wesentlichen Rückschlag in einer Geschwindigkeit die es dem Gegner kaum möglich macht den Angriff zu überleben.

Die Server
Die meiste Zeit laufen die Server stabil. Leider kommt es regelmäßig zu Verbindungsproblemen. Es kann die Verbindung zum Host nicht hergestellt werden, oder das Spiel wirft einen ohne erkennbaren Grund wegen Latenzproblemen aus dem laufenden Match.

Fazit

Killzone ist wie bereits zu Beginn erwähnt eines der schönsten Spiele für die Vita. Gerade weil das Shooter Genere so beliebt ist und Killzone eine grandiose Marke darstellt, kann das Sonys Konsole einen kleinen Aufschwung bereiten. Die Inszenierung ist durchschnittlich auf einem sehr hohen Niveau und die 6 Stunden könnten im Kino nicht besser investiert werden.

Jetzt müssen nur noch die KI Aussetzer und einige fehlende Gameplayelemente im nächsten Teil nachgebessert werden.

Das Spiel macht auch im Multiplayer sehr viel Spaß. Ich werde es auf jeden Fall regelmäßig hervor holen. Die Server müssen in Zukunft aber definitiv stabiler laufen. Wenn dann auch noch das Balancing angepasst wird, hat Killzone die Möglichkeit auf der Vita einen Maßstab zu setzen.

 

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