Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Kritik | Killer Is Dead : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Killer Is Dead

17. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Killer is Dead
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Deep Silver
Plattform:
Microsoft Xbox 360, Sony Playstation 3
LeserInnen-Wertung:
Release:
30. August 2013
Loading...Loading...
Genre:
USK:
18
Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Bei uns im Test: Xbox 360 Version

SUDA51 steht nicht nur an der Spitze des Teams von KADOKAWA GAMES und GRASSHOPPER MANUFACTURE sondern ist auch der Rockstar unter den Spiele-Designern. Nach Lolipop Chainsaw, Killer 7,  Shadows of the Damned und No more Heroes präsentiert er nun endlich sein neuestes Action-Meisterwerk mit seinen unverkennbaren Stil, Namens KILLER IS DEAD.

 

LOVE & KILL

…ist das Motto von KILLER IS DEAD, dem neuen Actionspiel aus Japan. Ihr schlüpft in die Rolle des Scharfrichters und Gigolos Mondo Zappa, erlebt knallharte Action gepaart mit einzigartiger Grafik, tretet gegen mächtige Gegner an und lasst euch von wunderschönen Frauen betören. KILLER IS DEAD spielt in einem Zeitalter extremer technischer Fortschritte, in dem Reisen zum Mond und technische Rekonstruktionen menschlicher Körper nichts Außergewöhnliches sind. Mondo Zappas (35/USA) Job ist es, Verbrecher zu eliminieren, die er auf der ganzen Welt und darüber hinaus verfolgt. In seiner linken Hand führt er das Katana GEKKOU (dt. Mondschein) und mit seinem kybernetischen linken Arm bringt er austauschbare Waffen zum Einsatz. Wenn er mal nicht arbeitet, verführt der Gigolo betörende Frauen. Seine Leibspeise sind weichgekochte Eier. Zudem steht noch ein 3 köpfiges Team hinter euch. Zum ersten wäre es Bryan Roses (65/USA) der ein ehemaliger Auftragskiller war und nun das Office leitet. Obwohl er seine aktive Laufbahn an den Nagel gehängt hat, unterstützt er euch hin und wieder mit seinem Geschützturm und wird zum gefürchteten „Bryan Turret“. Vivienne Squall (25/GB) die zweite im Bunde ist eine gelassene und besonnene Auftragskillerin. Geratet Ihr in Schwierigkeiten, schaut sie auf ihrem Motorrad vorbei und bringt die Gegner mit ihrem „16 Pistolen-Move“ zur Strecke. Die dritte und letzte im Team ist Mika Takekawa (20/JPN) und ist die Assistentin und gute Seele des Executioner Offices und sorgt mit ihrem losen Mundwerk oft für Aufheiterung in ernsten Situationen.

screenshot_05

 

Button-Masher ??

Am Kampfsystem schätze ich den simplen aber dennoch ausgearbeiteten Ansatz. Es erwarten euch keine langen oder zahlreichen Combos. Stattdessen gibt euch der Titel wenige Angriffe mit auf den Weg, von denen sich jeder anders in den Gefechten auswirkt. Simples Hämmern auf eine Taste bringt euch höchstens auf dem leichten Schwierigkeitsgrad weiter. Doch selbst dort blocken eure Feinde recht schnell und ihr müsst stets mit Kontern rechnen. Spielte sich Metal Gear Rising: Revengeance beispielsweise aggressiv am besten, müsst ihr hier die umgekehrte Strategie verwenden. Verteidigung und Ausweichmanöver gehören nämlich zu euren besten Freunden.

Ein simpler Block führt zu einem sofortigen Gegenangriff, der sich auch zu einem Konter ausbauen lässt. Weicht action_blood2ihr beim Blocken gleichzeitig zur Seite, aktiviert ihr den Burst Rush. Dabei verlangsamt sich die Zeit und euer Bildschirm wird in ein kontraststarkes Rot-Weiß getaucht. Währenddessen dürft ihr ungestört auf euer Opfer einschlagen. Bei jedem Gegner erweist sich eine andere Herangehensweise als erfolgreich, wodurch die Kämpfe selbst nach über 10Stunden für mich frisch blieben. Zudem fühlt es sich einfach großartig an, wenn ihr den Feind stylish in zwei Teile zersäbelt. Die dazu passende Zeitlupe darf natürlich nicht fehlen. Generell erzielt Killer is Dead sein gutes Feedback über die Veränderung der Farbpalette. Auch die Gegner leuchten unterschiedlich und weisen euch somit auf ihre Angriffe hin. Zu Problemen kommt es meist nur, wenn euch der Titel zu viele Gegner auf einmal vor die Füße wirft. Dann erweist sich auch die Kamera als lästiger Störenfried, weil es keinen Lock-on gibt. Besonders bei Mondos Instant-Kill-Attacke regte ich mich öfters auf. Denn der Vollidiot läuft dann lieber zum gepanzerten Feind, den ich damit noch nicht penetrieren kann. Dass der Fiesling auf der anderen Seite des Feldes steht, während mein eigentliches Ziel fröhlich neben mir tanzt, ist dem Guten völlig egal

 

Gigolo

Im Gegensatz zu seiner Arbeit, versucht Mondo in seiner Freizeit mit Frauen in Bars anzubandeln. In diesen “Gigolo”-Missionen ist das Ziel, die Frauen  an der show-gamepix,84019Bar mit kostspieligen Geschenken zu einem Techtelmechtel zu überreden. Doch bevor ihr das Präsent überreicht und ihr Herz gewinnen wollt, müsst Ihr erst all euren Mut zusammenbringen. Um das zu erreichen, müsst Ihr auf euer Gegenüber reagieren. Schaut sie euch an, solltet ihr einen tiefen Blick in ihre Augen riskieren. Ist sie jedoch mit dem Nippen an ihrem Getränk beschäftigt oder schaut schüchtern zu Seite, muss Mondo die Gunst der Stunde nutzen und ihre Oberweite bzw. ihre Hüften und Beine taxieren. Doch wehe, wenn Ihr erwischt werdet – dann ist das Rendezvous schneller vorbei, als Ihr “Rechnung bitte” sagen könnt.

Diese Minispiele sind sogar mit der Hauptgeschichte show-gamepix,92621verbunden, da Mondo über erfolgreiches Flirten zusätzliche Funktionen für seinen bionischen Arm freischalten kann – ein Schelm, wer Unzüchtiges dabei denkt. Obwohl dies alles sehr sexistisch klingt und man durch eine besondere Brille sogar bis auf die knappe Seiden- oder Spitzen-Unterwäsche blicken kann, ist die Umsetzung so überzogen, so gnadenlos karikiert, dass man dies eigentlich schon nicht mehr ernst nehmen kann. Was sich übrigens auch an der auf einer überdimensionierten Spritze reitenden, knapp bekleideten Krankenschwester Scarlett zeigt. Diese hält kampffokussierte Nebenmissionen für einen bereit, die man allerdings erst dadurch freischalten muss, indem man Scarletts Verstecke in den Abschnitten findet.

 

Einfach aber spektakulär

Das Kampfsystem ist zweckmäßig und funktioniert gut, gewinnt aber sicher keine Innovationspreise. Per Tastendruck wird ein einfacher Block ausgeführt. Sollte nun eine gegnerische Attacke erfolgen, könnt ihr aus action_blood1dem Block heraus einen mächtigen Konterangriff starten. Daneben ist auch eine schnelle Ausweichbewegung machbar und wie es sich für ein ordentliches japanisches Actiongame gehört, sorgt die eine oder andere Zeitlupensequenz für eine spektakuläre Präsentation der einzigartigen Schwertkunst Mondo Zappas. Der Held ist ein wahrer Meister im Zerlegen von Feinden und zelebriert sein Können auf höchst stylishe Weise. Auf größere Entfernungen lassen sich die Kontrahenten übrigens auch ganz vorzüglich mit einer Art Kanone an Mondos kybernetischem Arm aufs Korn nehmen. Insgesamt ein Dutzend Levels sorgen für einen ordentlichen Umfang und mindestens zehn Stunden Spielspaß.

Im Übrigen hat man sich auch bei der Akustik ins Zeug gelegt:action_katana2 Die englische Sprachausgabe (alternativ lässt sich auch Japanisch einstellen) ist gelungen, die deutschen Untertitel passen. Doch das alles verblasst neben dem ungewöhnlichen Soundtrack von Akira Yamaoka, der auch für die düsteren Klänge der Silent Hill-Serie verantwortlich zeichnete und bereits an Sudas letzten Spielen beteiligt war. Von ruhigen Piano-Passagen über japanischen Dancepop bis hin zu Jazz und Industrial Metal findet er immer den richtigen Ton, um die düster-stimmungsvollen Bilder zu verstärken. Sämtliche Attribute und Fertigkeiten dürft ihr anhand von Kristallen über den Spielverlauf aufwerten. Durch das Einsammeln von Diamanten und Rosen verbessert ihr hingegen eure Lebens- sowie Blutanzeige automatisch. Letztere benötigt ihr für euren Arm und gewisse Spezialattacken. Genau wie beim Kampfsystem bediente man sich hier der Philosophie: Weniger ist mehr. Jede zusätzliche Attacke oder Konter erweitert euer Repertoire sinnvoll

Fazit:

KILLER IS DEAD wird euch mit seinem skurrilen Level-  und stylishen Grafikdesign, welches leider nicht immer ruckelfrei über den Bildschirm läuft, trotzdem aus dem grauen Alltag reißen. Klar wird nicht jedem der Cel-Shading-Stil gefallen und den Geschmack treffen, aber einen Blick ist es auf jeden Fall wert.

 

Hinterlasse ein Kommentar