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Kritik | Deus Ex: Human Revolution (Director’s Cut) : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Deus Ex: Human Revolution (Director’s Cut)

1. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Deus Ex: Human Revolution (Director's Cut)
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Square Enix
Plattform:
PC, Wii U, PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Oktober 2013
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USK:
18

DEUS_EX_Wii_U_3D_worldofvideogames.de Bisher war es nicht gerade leicht für Besitzer der neusten Nintendo Konsole. Anfangs fehlten wichtige Blockbuster um die Konsolenverkäufe anzutreiben und nun ist die Versorgung durch Multiplattformtitel rar. Doch mittlerweile stehen die Großen von Nintendo in den Startlöchern und es gibt auch die ein oder andere Perle von Drittentwicklern als Konsolenfutter. Square Enix bringt nun den Director’s Cut des großartigen Deus Ex: Human Revolution auf die Wii U. Wie das Spiel vom Gamepad und den Gameplay Updates profitiert, lest ihr hier.

Früher war alles besser

Storytechnisch bleibt alles beim Alten. Ihr befindet euch im Jahre 2027 und somit 25 Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils der Serie. Durch große Fortschritte der Wissenschaft gehören technische Körpermodifikationen zum Alltag. Diese Augmentierungen, wie sie genannt werden, galten vorerst als Segen für alle Menschen mit körperlichen Behinderungen. Mit der Zeit entwickelte sich die Technik aber zu einem Zwang für die körperlich Gesunden, was die Bildung einer 2-Klassen-Gesellschaft förderte. Weiterhin hatten viele Menschen durch eine Medikamentenabhängigkeit zu leiden, da diese eine Abstoßung der Prothesen verhindern sollen.  Eine zunehmende Verarmung der Unterschicht, aufgrund teurer Medikamente, war die Folge.
Doch ein in Detroit ansässiges Unternehmen namens Sarif Industries verspricht eine Verbesserung dieser Problematik. Führend auf dem Gebiet der Augmentierungen gelang es nach intensiver Forschung einen Durchbruch auf dem Gebiet der medikamentenfreien Augmentierungen zu erreichen.

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Der Protagonist Adam Jenson arbeitet für genanntes Unternehmen als Sicherheitschef. Kurz bevor die Ergebnisse vor dem National Science Board der US-Regierung präsentiert werden konnten, wird die Firma jedoch Opfer eines brutalen Überfalls von augmentierten Söldnern. Die Forschungseinrichtung wird zerstört und ein Großteil des Forschungsteams scheinbar getötet. Jensen wird bei dem Versuch die Söldner zu stoppen lebensgefährlich verletzt und kann nur durch umfangreiche Augmentierungen gerettet werden. Erst nach sechsmonatiger Genesungsphase kann er seinen Job wie gewohnt antreten und wird sofort von seinem Vorgesetzten David Sarif beauftragt die Drahtzieher ausfindig zu machen.

Die Suche nach den Verantwortlichen führt euch über Shanghai bis nach Montreal und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Neben der Hauptstory gibt es auch zahlreiche Nebenmissionen zu erledigen, die jeweils nicht uninteressante kleine Geschichten beinhalten.

Ungeliebt in den Straßen Detroits 

Neben der interessanten Handlung bietet Deus Ex außerdem eine abwechslungsreiche Gameplay Mechanik. Aus der Ego Perspektive begleitet ihr Jensen auf der Suche nach den Tätern und habt die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Waffen und Augmentationen zu wählen, welche zu eurem Spielstil passen. Wollt ihr gerne Schleichen und Gegner lautlos eliminieren stehen euch Betäubungswaffen, sowie Hacker und Unsichtbarkeits Skills zur Verfügung. Mögt ihr es lieber aggressiv, gibt es genug durchschlagsstarke Waffen  um den Gegnern ordentlich einzuheizen.

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Zu Spielbeginn fällt einem sofort die detailreiche Stadt auf. Auf den Straßen Detroits ist viel los und viele der Charaktere reagieren auf euch. So werfen euch Obdachlose auf der Straße schnippische Bemerkungen aufgrund eurer Augmentierungen zu oder Untergrundkämpfer wollen euch an den Kragen. Das großartige Mapdesign bietet darüber hinaus unzählige Möglichkeiten für alle Schleichfreunde unter euch. Geheimgänge um Gegner von hinten zu überraschen sowie alternative Wege, die nur durch Hacken erreichbar sind, gibt es zur Genüge.

Alles im Blick

Damit ihr auch immer den Überblick behaltet hilft euch die Minikarte. Gegner, Räume und Sicherheitskameras lassen sich so leich im Auge behalten. Hat diese Karte bei der Originalversion noch einen großen Teils des Bildschirms für sich eingenommen, findet sie nun elegant auf dem zweiten Bildschirm ihren Platz. Durch die Nähe lassen sich dort Gegner und andere Dinge viel besser ausmachen. Zusätzlich habt ihr über das Gamepad Zugriff auf das Charaktermenü in welchem ihr eure verdienten Erfahrungspunkte in nützliche Verbesserungen der Augmentierungen eintauschen könnt. Erfahrungspunkte erhaltet ihr für abgeschlossene Quests, das Benutzen von Geheimgängen und eloquent geführte Dialoge.

04- DeusExHRDC_Worldofvideogames.deFür Anfänger gibt es textbasierte Tutorials, beispielsweise fürs Hacken, die sich über das Gamepad aufrufen lassen. Auch das Hack-Minispiel lässt sich über den Touchscreen ausführen, jedoch reagiert dieser nicht immer hundert prozentig und da ein Auslaufen des Timers eine Auslösung des Alarms zur Folge hat, kann dies eventuell zu Frust führen. Wie auch schon bei ZombiU könnt ihr erlegte Gegner über den kleinen Bildschirm looten. Mithilfe des A-Knopfes erscheinen dort die Items und per Fingerdruck gehören sie euch.

Leichen können außerdem versteckt werden um deren Kameraden nicht zu alarmieren. Leider ist die KI aber nicht besonders intelligent, was dazu führt, dass ihr oft selbst bei unachtsamen Vorgehen nicht entdeckt werdet oder die Gegner einfach an euch vorbeilaufen.

Nahtlose Integration

Ein Kritikpunkt, der bei der Originalversion oft genannt wird sind die deplatziert wirkenden Bosskämpfe. Diese wurden von Square Enix umfangreich angepasst um sich besser in das Gesamtbild einzufügen. Darüber hinaus wurden Grafik und Spielbalance überarbeitet, was die Wii-U-Version von Deus Ex grafisch besser als die PC-Fassung aussehen lässt. Gestochen scharfe HD Texturen lassen das Steampunk Universum in neuem Glanz erstrahlen. Nur gelegentliche Einbrüche der Framerate und hakelige Animationen trüben den Eindruck ein wenig und zeigen, dass das Spiel im Kern doch schon zwei Jahre auf dem Buckel hat.

Zusätzlich zum Hauptspiel bietet diese Version noch die Bonusmission “Tongs Rettung” und das komplette “Missing Link”-Kapitel um die Spielerfahrung zu erweitern. Bei dem grandiosen Plot und dem bombastischen Soundtrack, der einen zwischen den Missionen erwartet, könnten es gar nicht genug Bonusmissionen auf der Scheibe sein.

Second Screen für PS3 und Xbox 360

Mit Deus Ex Directors Cut erhält auch ein neues Feature Einzug auf die PS3, welches häufig als Mögliche Entwicklung, bzw. Option dargestellt wurde, aber so gut wie gar nicht umgesetzt ist. Und zwar lässt sich die Vita mit der PS3 verbinden und hierdurch als einen zweiten Bildschirm mit Touch Funktionen verwenden. Ähnlich dem Wii U Pad.

03-DeusExHRDC_Worldofvideogames.deSobald die PS Vita mit der Konsole verbunden ist, wird nicht mehr mit dem Controller gesteuert, sondern mit dem Handheld. Zu Beginn ist es allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, da gleich vier Knöpfe fehlen. Dies liegt aber an der Bauart. So war einfach kein Platz für R2 und L2. Die Tasten beim herunterdrücken der Sticks sind ebenfalls nicht integriert. Diese Funktionen werden durch den Back Touchscreen übernommen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase an das Unbekannte, geht die Steuerung jedoch sehr einfach und intuitiv von der Hand. Lediglich die seltenen Aussetzer, bei der eine Eingabe nicht erkannt wird, stören etwas.

Sobald das Spiel gestartet wird, können beim Druck auf die Starttaste die Menüs auf dem Handheld dargestellt werden. Gerade wenn die Entfernung zum Bildschirm etwas größer ist, stellt dies eine angenehme Ergänzung dar. Es stört jedoch ungemein, dass die Schrift viel zu klein und körnig dargestellt wird, sodass häufig geraten werden muss was dieses oder jenes Wort bedeutet.

Sind alle Aufgaben nachgeschaut und verlässt das Menü, wandelt sich die Darstellung zu einem Radar um. Hier werden die Gegner samt Blickrichtung dargestellt. Positiv anzumerken ist, dass die Betrachtung des Radars aufgrund der Nähe besser funktioniert als auf dem Fernseher.

Neben den bisher gesagten Funktionen fungiert das Display als Ersatz zum Controller sobald eine Konsole oder ein Computer zu hacken sind. Hier ist die Steuerung aufgrund der ungenauen Erkennung, der zu kleinen Symbole und der leichten Latenz nicht so gut gelungen. Das Hacken mit dem Controller ist deutlich angenehmer und leichter als mit der Vita.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass das Second Screen Feature, welches zusätzlich für Microsofts Smart Glass zur Verfügung steht eine sinnvolle und gute Neuerung darstellt, obwohl noch einige Kinderkrankheiten auszubessern sind. Zu wünschen wäre z.B. eine Vergrößerung der Schrift. Doch diese Neuerung hat durchaus ihren Reiz und es bleibt zu hoffen, dass noch mehr Spiele davon Gebrauch machen.

Fazit

Deus Ex: Human Revolution darf sich zurecht eines der besten Spiele des Jahres 2011 nennen. Mit der Wii-U-Version kommen Besitzer der Konsole in den Genuss der wohl besten Fassung des Spiels. Der Director’s Cut bietet zahlreiche Verbesserungen und nette Extras wie Ingame-Achievements und Audiokommentare der Entwickler. Wer Abwechslung von der quietschbunten Nintendo Welt sucht ist bei Deus Ex genau richtig und kann sich auf eine spannende Geschichte, ein detailreiches Steampunk Universum und viel Handlungsfreiheit freuen. Die Einbindung des Gamepads ist erfrischend stimmig und vermag für viele Konsolenbesitzer endlich dessen Existenz zu rechtfertigen.

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