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Kritik | Dead Or Alive 5: Ultimate : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Dead Or Alive 5: Ultimate

27. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Dead Or Alive 5: Ultimate
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Tecmo Koei
Plattform:
Xbox 360, PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
6. September 2013
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Genre:
USK:
16
Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Knapp ein Jahr nach dem Release von „Dead or Alive 5“ melden sich Tecmo und Team Ninja mit der Ultimate-Edition des Fighters zurück. Was ist drin? Was hat sich geändert, was ist geblieben? Und ist es sein Geld wert? Und wie steht’s mit den Ambitionen – kann das Spiel sich unter den renommierten Prügelserien behaupten?

Turnier Nummer 5

Viele Beat’Em’Ups bieten implementieren heute einen Story Modus in ihr Spiel, was einerseits der Abwechslung und andererseits vermutlich dem Druck der Spielergemeinde geschuldet ist. So auch DOA5U, denn sie übernimmt die gleiche Story wie DOA5. Hier der Plot im Schnelldurchlauf: Nachdem Helena Douglas die von ihrem Vater gegründete Firma DOATEC, welche sich mit der Erforschung von Waffen und dem Abhalten des DOA-Turniers beschäftigt, eigenhändig zerstörte, als Viktor Donovan sie zu seinen finsteren Zwecken missbrauchte, erschafft sie nun die Firma neu: sie soll einzig dem Guten dienen, was jedoch bei einer auf Kriegswaffen spezialisierten Firma etwas abstrus erscheint. Um diese Nachricht der ganzen Welt mitzuteilen, macht Helena überall Werbung und ruft die besten Kämpfer der Welt für das fünfte Dead or Alive-Turnier zusammen. In der Zwischenzeit sucht Kasumi nach Alpha-152, ihren im Projekt Alpha von Viktor Donovan geschaffenen Klon, um ihn zu vernichten. Nicht sonderlich spannend, teilweise etwas hanebüchen, aber bei einem Prügler ist dies doch ziemlich leicht zu verschmerzen.

Spielerisch sind im Storymodus wenig bahnbrechende Neuerungen vorzufinden, denn ihr seht euch Cutscenes an, dann dürft ihr entweder kämpfen, weil es tatsächlich ernst ist oder weil ihr euer Können unter Beweis stellen müsst. Herumgelaufen wird nicht, die Kampfstages sind die einzig interaktiven Elemente des Modus. Hierbei müsst ihr euch den Ablauf konzeptmäßig wie den Film „8 Blickwinkel“ vorstellen, denn ihr erlebt die gleiche Story bzw. arbeitet denselben Zeitrahmen mit etlichen, beinahe allen spielbaren Kämpfern ab. Sehr oft gibt es Überschneidungen, wodurch ihr oftmals Elemente bereits kennt und dadurch konnten sogar ganze Stücke der Cutscenes recycelt werden. Während es bis zu einem gewissen Punkt noch interessant ist, so flacht es doch relativ schnell bei der schier unendlichen Anzahl der Handlungsstränge ab, wodurch sich das Ganze etwas hinzieht.

Modi über Modi

Neben der spielbaren Geschichte bieten sich viele weitere Modi für Konsolenkämpfer, manche weit verbreitet, andere eher exklusiv. Tutorials für Leute wie den Neueinsteiger, der alles erstmal kennen lernen muss, bis hin zum Profi, der raffinierte Combos lernen möchte. Um sein Können auch wirklich unter Beweis zu stellen, gibt es zwischen den Lektionen Prüfungen, bei denen ihr immer stärker werdende Gegner auseinander nehmt – wer verliert, sollte also nochmal ordentlich pauken. Was gelernt und verstanden wurde, kommt, bevor es in den Kämpfen zum Einsatz kommen sollte, auf den Prüfstand im freien Training, wo ihr alle erdenklichen Manöver an einem Gegner ausprobieren könnt; aber keine Sorge: wer möchte, kann einstellen, dass er keine Gegenwehr leistet. Sofern alles perfektioniert wurde, der kann sich an die in vielen Spielen verbreitete Befehlsherausforderung herangehen: Bei dieser werden euch die Tastenkombinationen, die ihr zu drücken habt, angezeigt und ihr müsst sie wiederholen, aber obacht, denn es klingt leichter als es ist. Viele Techniken setzen Können voraus, zumal einige Tricks ein sehr kleines Zeitfenster zum Ausführen besitzen. Daran knüpft die Combo-Herausforderung an, bei der es nach demselben Prinzip verläuft, ihr aber anstatt einzelner Angriffe mehrere Angriffe ausführt und geschickt zu einer Combo miteinander verbindet.

Etwas exotischer wird es dann, wenn wir zu denjenigen Herausforderungen kommen, die euch bei erfolgreicher Beendigung mit Freischaltungen von Musik, Kostümen, etc. belohnen. Da wäre zum Beispiel der Arcade-Modus, bei dem ihr eine bestimmte Anzahl von Kämpfern hintereinander schlagen müsst, auf einem Schwierigkeitsgrad eurer Wahl. Zwischen den Stages wird natürlich eure Gesundheit aufgefüllt und jeder Kampf besteht standardmäßig aus einem „Best-of-3“, es gilt also, zwei Runden zu gewinnen, um den Kampf zu vollenden. Der Survival-Modus funktioniert genauso, lediglich müsst ihr nicht durchkommen, denn es kommt darauf an, wieviel Schaden ihr ausgeteilt habt, was wiederum durch eine Punktzahl widergespiegelt wird. Pro Kampf gibt es hier nur eine Runde und nach zehn Runden ist Schluss.

Der Zeitangriff unterscheidet sich erneut nicht sehr stark, denn hier prescht ihr durch die Stages mit dem Ziel, eure Kontrahenten so schnell wie möglich ins Krankenhaus einzuliefern. Und da wäre noch der Siebenkampf; nein, nicht sieben Kämpfer auf einmal, sondern jede der zwei Parteien besitzt sieben Kämpfer, die ihr euch aussuchen dürft, die nacheinander zum Einsatz kommen, wenn euer vorheriger Kämpfer das Zeitliche gesegnet haben sollte. Wechseln zwischen den Kämpfern ist also nicht möglich. In der Flut dieser Möglichkeiten geht der Standardkampf auf dem Papier fast schon unter: Hier kämpft ihr mit eurem Lieblings-Hau-drauf gegen einen Kumpel oder den CPU. Wer möchte, kann zusammen mit einem Kumpel gegen andere Menschen oder CPUs spielen, hierbei ist der Wechsel zwischen den Kämpfern eines Teams im Kampf jedoch möglich. Stageauswahl inklusive. Für diesen und die vorher genannten Modi gilt: Alleine, mit einem Partner oder online; jeder wie er’s mag. Wer sich weiterhin messen möchte, kann immer seine Ergebnisse in die Online-Bestenliste eintragen, um zu schauen, wie gut die anderen Spieler wirklich sind. Ausgezeichnete Mehrspieler- bzw. Online-Einbindung!

Wie die Faust auf’s Auge

Das Kampfsystem ist auf jeden Fall gut und macht Laune, jedoch werde ich hier aufgrund seiner Komplexität nicht zu detailliert darauf eingehen. Wer es nicht kennt, sollte es ausprobieren – technisch klingen die Kampfsysteme der meisten Beat’Em’Ups gleich, spielen tut sich keins wie das andere. Neben den ordentlich flüssigen Moves und Übergangen dazwischen ist hier viel Platz für technische Finesse, es lässt sich also durch sehr viel Übung sehr viel erreichen. Bei anderen Spielen hat man schneller seinen Zenit erreicht bzw. man entwickelt sich nur noch minimal. Allerdings sind bei DOA5 einige neue Manöver hinzugekommen, die die Balance auf den höheren Schwierigkeitsgraden etwas aus dem Ruder laufen lassen. Was früher ein offener Schlagabtausch war, ist fast zum Auswendig-Lernen von Combos gereift, denn ein erfahrener Spieler kann scheinbare Endlos-Kettenangriffe aus dem Ärmel schütteln, die euch in einer durchgehenden Aktion den gesamten Lebensbalken aus dem Fernseher prügeln. Meist wird euch dabei nur so viel Schaden pro Treffer hinzugefügt, dass ihr taumelt, aber nicht hinfallt, wodurch ihr schutzlos ausgeliefert seid – da hilft kein wütendes Button-Mashing. Lediglich wenn ihr zu Boden geht, habt ihr die Chance aus der Combo auszubrechen, dem Gegner gezielte Schläge zu verpassen und eine eigene Combo zu entfesseln. Dies trübt aber wirklich nur auf dem höchsten Niveau das Spielvergnügen, den meisten Spielern wird es kaum auffallen.

Einmal hin, alles drin?

Gegenüber der üblichen DOA5-Version habt ihr in dieser Version einige zusätzliche Kämpfer, viele neue Kostüme und ein paar neue Locations. Diese wurden aber alle nicht in die Story integriert, da diese 1:1 übernommen wurde. Lediglich in den anderen Modi sind diese verfügbar. Aber auch wenn man für ein Kampfspiel denkt, „Wow, da ist aber einiges drin“, so irrt man sich, denn es wurden längst nicht alle DLCs von DOA5 integriert, was äußerst schade ist. Ebenso seid ihr in der Lage, euch alle freigespielten Filme bzw. Sequenzen anzugucken. Auch seid ihr Herr der Musik, schließlich könnt ihr die Musiktitel den ausgewählten Kämpfern zuordnen.

Wer jetzt dachte, DOA habe sein Konzept geändert, der irrt: natürlich ist die serientypische Portion Brustphysik und Voyeurismus dabei. Die Kamera zeigt euch gerne mal den Ausschnitt der weiblichen Personen (nicht der Virtua Fighter-Kämpferinnen, die hier ebenfalls ein Cameo haben!), bei der Sieges- oder Niederlagensequenz dürft ihr die Kamera selbst steuern und eurer Lust frönen. Die Badeanzüge oder Playboy-ähnlichen Kostüme zeigen so viel Haut, da hätte man sich das bisschen Textil beinahe sparen können. Übrigens dürft ihr die eben angesprochenen, selbst steuerbaren Sequenzen im Filmmenü angucken und vorher Kostüm, Brille, Frisur, Schweißgrad und Dreckgrad bestimmen. Der Schweißgrad führt nicht nur zu Perlen auf dem Gesicht, sondern auch zum Durchschau-Effekt bei weißen Klamotten – Wet T-Shirt-Contest ahoi! Sogar die Brustphysik könnt ihr auswählen: von „nicht existent“ bis hin zum freischaltbaren (abnormalen und unnatürlichen)“OMG“ sind mehrere Stufen anwählbar. Die letzte Einstellung ist wirklich absonderlich und verlangt eine Menge Notgeilheit, denn bei jedem Schritt wackelt der Busen dermaßen, dass es einem Erdbeben gleicht.

Fazit

Grafisch mittlerweile nicht mehr auf dem neusten Stand, was schade ist, aber dafür ist die Musik umso hörenswerter. Viele Modi und nette Gimmicks, dazu bleibt Tecmo beim voyeuristsch-angehauchten Stil, von dem sie eigentlich nach den Verkaufszahlen von DOA-Extreme Volleyball u.a. eigentlich wegkommen wollten. Kampftechnisch ist auf jeden Fall viel Potential drin, das auch ausgeschöpft wurde. Wer also nicht der weiblichen Geschlechtsmerkmale wegen das Spiel gekauft hat, kommt hier auf seine Kosten – alle anderen auch. Wer allerdings DOA5 bereits besitzt, muss nicht unbedingt kaufen. Wer es noch nicht besitzt, der sollte eindeutig zur Ultimate-Version greifen.

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