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Kritik | Blood Knights : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Blood Knights

1. Dezember 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Blood Knights
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Kalypso
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
1. November 2013
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Genre:
USK:
16
Bei uns im Test: Xbox 360-Version

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

Es ist eine Geschichte, die die Gamingwelt schon oft gesehen hat. Ein gutes Entwicklerstudio hat ein vielversprechendes Projekt am Laufen, ein Publisher unterstützt das Ganze. Dann springt letzerer aber aus irgendeinem Grund ab. Die Arbeit liegt für einige Zeit auf Eis, doch dann meldet sich ein anderer Publisher. Das Projekt kann weitergeführt werden und wird letztendlich veröffentlicht. So ging es auch den deutschen Entwicklern von Deck13 und ihrem Hack&Slay “Blood Knights”. Ob das Folgen für das fertige Spiel hat, wird sich zeigen…

Interessante Geschichte

Was die Geschichte angeht, lockt “Blood Knights” mit einer sehr interessanten Idee. Das Ganze spielt in einer düsteren Vampirwelt, doch die beiden Protagonisten sind eine Vampirin und ein Vampirjäger, die nicht gerade auf freiwilliger Basis zusammen unterwegs sind. Mehr will ich gar nicht verraten, aber das Grundgerüst weckt natürlich einige Erwartungen. Das Endergebnis ist auch tatsächlich ganz gut gelungen, allerdings kein Meisterwerk. Es hätte wahrscheinlich mehr Zeit für die Ausarbeitung gebraucht, um der Geschichte eine wirklich eindringliche Wirkung zu verpassen. So manches Potential bleibt also letztendlich ungenutzt. Aber insgesamt bietet “Blood Knights” immer noch eine tolle Spielwelt mit einer interessanten Story.

Manches schlecht, manches recht

Es liegt viel mehr an ganz anderen Dingen, dass die Geschichte ihr Potential nicht entfalten kann. So macht z.B. immer wieder die Technik der Dramatik einen Strich durch die Rechnung, wenn Gesichter einfach nicht realistisch aussehen und einen aus dem Geschehen werfen. Auch die Dialoge und “flotten Sprüche” schrammen oftmals grad so am Lächerlichen vorbei und helfen der Atmosphäre nicht wirklich. Doch auf der positiven Seite machen vor allem die Synchronsprecher einen sehr guten Job, was das Erlebnis wieder deutlich aufwertet. Insgesamt also ein zweischneidiges Schwert, das wohl jeder für sich selbst bewerten muss.

screenshot3

Spielerisch keine Überraschungen

Aber reden wir lieber über die spielerischen Tugenden, denn im Kern ist “Blood Knights” ja immer noch ein klassisches Hack&Slay. Man läuft von A nach B, haut massig Gegner ins Jenseits und löst ab und an mal ein kleines Rätsel. So ist das auch hier, allerdings sorgt das Spiel durch einige Elemente für mehr Abwechslung. So kann man z.B. jederzeit zwischen den beiden Hauptfiguren hin- und herwechseln, wodurch sich auch das Gameplay leicht verändert. Der eine ist besser im Nahkampf, die andere macht aus der Entfernung alles kaputt. Zusätzlich gibt es Spezialattacken, die z.B. das “Aussaugen” der Gegner erlauben, was der eigenen Energieleiste zugutekommt.

Nach einiger Zeit fällt einem allerdings auf, dass das Wechseln zwischen den Charakteren und die Spezialattacken nicht die erwünschte taktische Tiefe liefern. Irgendwann findet man heraus, dass sich alle Gegnerhorden, so unterschiedlich sie auch sind, relativ einfach mit den immer gleichen Vorgehenweisen erledigen lassen. Die Bosse bieten dabei zwar wiederum etwas Abwechslung, aber insgesamt kloppt man sich einfach so durch das Spiel, bis man nach nicht allzu langer Zeit den Abspann sieht. Das alles ist auch ein Grund dafür, warum der Ingame-Shop und die Upgrade-Möglichkeiten eher nebensächlich sind. Eine wirklich Verbesserung spürt man sowieso nicht; und so sammelt man zwar lauter Kram ein und verkauft alles, was man nicht benötigt, aber einen wirklichen Nutzen hat das am Ende nicht.

screenshot2

Fazit

Die negativen Dinge, die sich über “Blood Knights” sagen lassen, sind wahrscheinlich allesamt Folgen der holprigen Entwicklungsgeschichte. Die Entwickler von Deck13 haben eindeutig mehr drauf, das haben sie mit früheren Projekten bereits bewiesen. Und wenn sie die nötige Zeit und Ruhe gehabt hätten, wäre sicher auch “Blood Knights” ein sehr gutes Spiel geworden. Doch so hat man viele gute Ansätze, die aber nicht konsequent genug zu Ende geführt werden konnten. Dennoch ist das Spiel nicht wirklich schlecht. Es ist eher ein kleines Hack&Slay “Light” für zwischendurch, das in keinem Moment an die wahren Größen des Genres herankommt.

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