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Kritik | Alien Rage : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Alien Rage

1. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Alien Rage
Redaktions-Wertung:
Publisher:
CI Games
Plattform:
PC, PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
24. September 2013
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Genre:
USK:
18

01-AR-Logo-Worldofvideogames.deWir schreiben das Jahr 2230. Die Menschheit konnte endlich das Weltall für sich gewinnen. Aber die fortschreitende technologische Entwicklung hat auch Nachteile. Der wachsende Energiehunger verzehrt immer mehr Ressourcen die bekanntlich gerade auf der Erde endlich sind. Ob der Alien Shooter von CI Games zu mehr taugt, oder ob man lieber die MIB rufen sollte um sich zu „blitzdingsen“ könnt ihr bei uns erfahren

Wenn das Licht ausgeht

Wie bereits erwähnt, muss die Menschheit in die Weiten des Alls ausschwärmen und nach alternativen Energiequellen suchen. Eine solche wird in schier unerschöpflichen Mengen auf einem riesigen Asteroiden gefunden – Promethium. So wird dieses Wundermittel genannt. Und bereits geringe Volumina können die Probleme auf der Erde nahezu vollständig lösen. Als dann noch ein besonderes Isotop, das so genannte NX01 gefunden wird, drehen die Menschen völlig am Rad. Bereits eine Tasse voll kann eine Millionenstadt für einen Monat mit Energie zu versorgen. Doch es kommt noch besser. Denn unter bestimmten, nicht näher definierten Bedingungen ist das NX01 dazu in der Lage sich selbst zu vermehren. Wunderbar! Wenn da nicht Nachteile wären.

Es gibt eine Alienrasse. Die Vorus. Zuerst laufen die Verhandlungen mit ihnen sehr gut. Die Diplomaten scheinen Erfolge zu verbuchen. Doch urplötzlich werden diese abgebrochen und ein Krieg entbricht auf dem Asteroiden der viele Opfer fordern wird. Eure Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die meisten unter den Vorus zu finden sein sollen.

BAM, Baby!

Sobald das Spiel beginnt, geht die unkomplizierte und brachiale Action auch schon los. Aus allen Ecken und Kanten wird geschossen bis die Magazine leer sind. Die Gegner stürmen in unzählbaren Massen auf euch ein.

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Serientypisch erwehrt ihr euch mit einer Vielzahl an Waffen die jeder Shooter-Freund kennen sollte. Sniper, Raketenwerfer, MG, Minigun und wie sie nicht alle heißen. Wie in den meisten Shootern, ist auch hier die Zweitfunktion in jeder Waffe integriert. Da schießt die Pistole zwei Kugeln ab, das Sturmgewehr feuert eine Granate und das Snipergewähr lässt die Gegner bei einem Treffer in alle Richtungen zerspringen. Diese Zweitfunktion kann allerdings nur mit einer bestimmten Munition verschossen werden, die für alle Waffenarten gleich ist. Doch In der Regel findet man mehr als genug davon. Und diese wird man definitiv in voller Breite ausnutzen müssen. Zur Auflockerung gibt es aber gegen Mitte auch einige Railgunsequenzen. Wer hätte das noch gedacht?

Zusätzlich stehen überall in der Pampa rote Kanister herum. Und was haben uns die Videospielgeschichte gelehrt? Ist es rot, dann macht es bumm. Blinkt es dabei noch, dann ist das Bumm noch viel größer. Die Explosionen sind meistens sehr gut gelungen und beeinflussen ab und zu auch die Umgebung, indem z.B. ein riesiges Zahnrad durch den Bildschirm fliegt und alle Feinde über den Haufen fegt. Solche „Das-hätte-ich-jetzt-nicht-gedacht“-Momente sind leider eher selten gespickt und hätten bei der Anzahl an Explosionen häufiger eingefügt werden sollen.

Denn das Spiel basiert größtenteils darauf, dass man sich durch anfangs tolle, später arg eintönige und endlose Schlauchlevel vom Eingang zum Ausgang kämpft. Ein Einfluss auf die Geschichte bleibt dem Spieler verwehrt. Dafür hat man allerdings Einfluss darauf wie tief man in die Geschichte eintauchen möchte. In jedem Levelabschnitt gibt es 3 Logbucheinträge einer Wissenschaftlerin zu finden. Diese treiben die sonst sehr geringe Handlung voran. Und hier packt einen das Spiel. Denn recht schnell verschwimmt die Wahrheit und man weiß nicht mehr wer eigentlich die gute und die böse Seite darstellt. Hier versuchen die Entwickler eine moralische Barriere aufzuschlagen und das Wesen der Menschen und der Außerirdischen zu beleuchten und darzustellen. Und das gelingt eigentlich auch ganz gut wenn man sich mit der Story auseinander setzen will.

Der Angriff der ADHS Klonkrieger

Leider gibt es aber auch Schattenseiten. Monsterwelle über Monsterwelle bricht über euren Köpfen herein. Das wäre nicht so schlimm, wenn nicht alle gleich aussehen würden. Es gibt zwar Bosskämpfe, diese laufen aber wie die Gefechte gegen die kleineren Quälgeister schnell in einer sich wiederholenden Taktik aus. Knatter dein Magazin leer, oder suche nach was leuchtend Rotem, was „mächtig Badabum“ macht und dann hau dein Magazin da rein.

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Hinzu kommen die wirklich unfairen Schwierigkeitsgrade. Auch auf dem leichtesten der drei Stufen sind die Gegner so zahlreich und zäh, dass man mehr als nur einmal das Zeitliche segnet. Da heißt es frusttolerant zu sein. Aber es wäre ja zu einfach, wenn die Aufzählung jetzt schon enden würde.

Die Gegner KI sucht ihres Gleichen. Anders als die Klonkrieger aus dem Star Wars Universum, waren diese Soldaten in der Schule den ganzen Tag nur Kreide holen. Ohne Rücksicht auf Verluste stürmen alle Mann nach vorne. Wenn sie nicht gerade VOR einer Kiste in Deckung gehen, überrollen sie einen wie eine Dampfwalze. Sobald die Figur dann in Sichtweite ist, wird erst einmal das ganze Magazin geleert. Dabei juckt es niemanden ob die Kugeln treffen oder nicht. Und wenn Sie in der Wand landen. Hauptsache das Gewehr glüht. Eine Deckungsfunktion wäre hier sehr hilfreich, aber außer hinter Kisten ducken, gibt das Repertoire nicht mehr so viel her. Und wer hat diese Bewegungsmuster eigentlich programmiert? Die Aliens laufen so unnatürlich schnell durch die Gegend ohne auch einmal einen Augenblick anzuhalten, sodass man nicht einmal richtig zielen kann und deswegen eh nur noch drauf hält.

04-AR-Worldofvideogames.deWie bereits oben beschrieben, laufen wir mit Jack durch Schlauchlevel. Aber andere Spiele haben auch das besser gemacht. Wenn man wenigstens den Eindruck einer Alternative hätte, wäre es nicht so schlimm. Aber wenn Missionsänderungen wie z.B. „Finde einen anderen Ausgang“ übersetzt bedeuten „Folge dem einzigen möglichen Weg bis zur Markierung“ wird es arg eintönig. Nicht einmal kleinere Abweichungen sind möglich.

Hier war ich doch schon einmal!?

Der Sound ist kein Höhepunkt der Spielekultur, macht seine Arbeit aber ganz anständig. Die Waffen klingen rund und glaubhaft, aber trotzdem nicht kräftig genug.

Anders sieht es da bei der Grafik aus. Die Explosionen sind zwar ganz nett, allerdings sind die Texturen doch sehr karg, aus der Nähe matschig oder gering aufgelöst und wiederholen sich viele, viele Male. Bestimmt haben die Entwickler aus dem Budget das Beste herausgeholt, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre nicht verkehrt gewesen. Das Ambiente lockert sich gegen Mitte des Spiels ein bisschen auf, sobald man einige größere Höhlensystem erblickt und auch das ein oder andere Schiff zu Gesicht bekommt. Aber alles in alles wiederholt es sich leider zu oft.

Fazit

Alien Rage ist kein besonders schlechtes Spiel. Aber auch kein besonders gutes. Schade ist, dass die Story nur mithilfe der Logbucheinträge vorangetrieben wird, da unachtsamen Naturen so ein Großteil des Hintergrundes entgeht. Und der schafft es durchaus für ein einmaliges Durchspielen zu fesseln. Wen also Schlauchlevel und zweckmäßiges Gameplay nicht stören, der kann sich auf ein brachiale Balleraction freuen die ca. 6-8 Stunden anhalten wird. Mehr aber auch nicht.

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