Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Black Heaven : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Black Heaven

23. August 2011 | 0 Kommentare

Ein Game zum Film ist ja nichts Ungewöhnliches, aber ein Film über ein fiktives Game, bietet mal wieder etwas Abwechslung. Mit “Black Heaven” wird uns von Koch Media Home Entertainment ein dunkles und verführerisches Unterhaltungspaket geboten, dass seit dem 05. August 2011 als Blu-ray erhältlich ist. Ihr wollt mehr erfahren? Dann folgt uns in die andere Welt, denn im Gegensatz zum Titel lassen wir euch nicht im Dunkeln.

Marion und Gaspard genießen als frisch verliebtes Paar den Sommer im sonnigen Südfrankreich. Als sie in einer Umkleide ein fremdes Handy finden, beschließt das junge Paar es dem rechtmäßigen Besitzer zurück zu bringen. Doch was sie finden ist ein toter junger Mann, der bei einer seltsamen Zeremonie Selbstmord begannen hat. Eine junge blonde Frau, die sich bei ihm befindet, kann aber von dem Paar noch gerettet werden. Gaspard fühlt sich von der unbekannten Schönen angezogen und lässt sich auf ein gefährliches Videospiel namens “Black Hole” ein, um ihr näher zu kommen. Die Grenzen zwischen der virtuellen und der reellen Welt scheinen sich zu vermischen und nach und nach offenbart sich das dunkle Geheimnis hinter dem Spiel. Ein gefährlicher Alptraum beginnt.

Der Film “Black Heaven” ist eine französische Produktion und bietet mit Louise Bourgoin eine Topbesetzung, die den Film nicht nur optisch aufwertet. Regisseur Gilles Marchand präsentiert uns ein Drama mit Krimieelementen in einer friedlichen Stadt an der Küste Südfrankreichs. Doch die Idylle trügt und die Protagonisten sind mit ihrem Leben unzufrieden. Jeder versucht diesem auf seine eigene Art zu entfliehen. Wie die weibliche Hauptfigur, die sich in der virtuellen Welt verliert und in einer Art “Second Life”-Game nach ihrer Erfüllung sucht. Doch die endgültige Flucht vor der Realität ist der Selbstmord. Eine durchaus verstörende Umsetzung von psychischen Problemen in einer scheinbar perfekten Welt.

Die blonde femme fatale, die von Louise Bourgoin gespielt wird, kommt dabei leider etwas zu kurz. Ihre Rolle bleibt während des ganzen Films geheimnisvoll und verführerisch, was aber auch eher an den kurzen Szenen und mageren Dialogen liegt. Die sonstige schauspielerische Leistung ist wenig überzeugend, was die Dramatik leider kaum rüber kommen lässt. Sogar die Avatare im Spiel zeigen teilweise mehr Emotionen, als die Darsteller, besonders was den männlichen Hauptdarsteller angeht.

Durchaus gelungen ist der passive Weg dem Zuschauer zu zeigen, dass die Flucht in eine andere Welt und besonders der Suizid keine Lösung ist. Besonders die Probleme der Protagonisten, die vielleicht aus dem Alltag bekannt sind, scheinen in dieser fast perfekten Welt ebenfalls kaum Sinn zu machen. Denn da steht steht die kalte und dunkle virtuelle Großstadt im Gegensatz zu der sonnigen und traumhaften reellen Welt. Doch anstatt auf den psychischen Aspekt des Themas Suizid einzugehen, wird krampfhaft versucht Krimielemente einzubauen und das will leider gar nicht funktionieren. Dass es eigentlich auch im Grunde eher um das Erwachsenwerden von Gaspard geht, erkennt man erst gegen Ende und auch erst beim zweiten Blick. Eine interessante Wende, die aber nicht direkt einleuchtet. Denn hier geht es nicht nur um die Flucht in andere Welten, sondern auch um die Entdeckung der Welt der Erwachsenen und darum Verantwortung zu übernehmen.

Das Bild ist einfach klasse, während man beim Ton eher ein müdes Lächeln hervor bringt. Auch die Extras sind eher mager, wie der übliche Trailer und einige seltsame Interviews. Nur das Bonusmaterial von “Behind the scenes” bietet mal etwas Unterhaltung.

Fazit

Als Fan französischer Filme, weil diese eine nette Abwechslung zu dem üblichen Mainstream bieten, war ich auf den Titel gespannt. Zumal darin das Thema Videospiele auf eine interessante düstere Art behandelt werden sollte. Erwartet habe ich eine packende Story, die ebenso vielschichtig und komplex ist wie die Charaktere. Was ich aber erhalten habe, ist eine schlechte schauspielerische Leistung auf RTL2-Niveau. Auch die Story will nicht so recht funktionieren und statt mehr auf die psychischen Aspekte einzugehen, werden eher Krimielemente eingebaut. Packend ist das nicht. Wer sich also einfach mal eine schöne Blondine und eine gut gestaltete virtuelle Welt ansehen möchte, der ist hier genau richtig. Anspruchsvollere Konsumenten sollten die Finger von diesem Film lassen.

Empfohlene Artikel:

  • Kein empfohlenen Artikel

Hinterlasse ein Kommentar