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Blog | Vampire? Wölfe? Nein, Drachen!

23. November 2012 | 0 Kommentare

Beim Wort Drache oder Drachen fallen einem so ziemlich viele Dinge ein: manche denken an das Kinderspielzeug, das man durch die Lüfte steigen lässt, manche denken vielleicht an Wikingerschiffe oder sonstige Wasserfahrzeuge, andere wiederum denken vielleicht auch an den Chinesischen Kalender, in dem es das Jahr des Drachen gibt und noch andere denken wieder an was ganz anderes. Und dennoch werden wohl die meisten die Wörter mit den Fabelwesen in Verbindung bringen, die die Welt schon in Film und Literatur aber auch anderweitig verzaubert haben. Genau von diesen Geschöpfen handelt auch das Kartenspiel Dragons aus dem Hause Amigo.

Die verflixte sieben?!

Dragons ist ein flottes Spiel für zwei bis fünf Personen und besteht aus einer ganzen Reihe von Drachenkarten, die sich in die drei Kategorien Drachen-, Aktions- und Zielkarten sowie einen Silberdrachen unterteilen. Ziel des Spiels ist es, eine zusammenhängende Reihe von sieben Karten mit Drachen in seiner Farbe zu verbinden. Doch durch das Ausspielen von Aktionskarten kann sich die eigene Zielfarbe ändern, so dass ein sicher geglaubter Sieg kurz vor Ende noch vermiest und einem Mitspieler auf einem Silberdrachentablett präsentiert werden kann.

Zu Beginn wird der Silberdrache ausgelegt, der eingangs noch alle fünf Farben besitzt. Die Drachen- und Aktionskarten werden zusammen gemischt und jeder Spieler erhält drei von ihnen auf die Hand. Zusätzlich erhält jeder genau eine Zielkarte. Diese Karten, von denen es fünf gibt, bilden jeweils genau einen Drachen in einer Farbe ab und legen für den einzelnen Spieler fest, welche sieben Drachenkarten einer Farbe er im Laufe des Spiels miteinander verbinden muss. Sollten weniger als fünf Spieler teilnehmen, werden die restlichen Karten zwischen zwei Spielern ausgelegt und bereit gehalten.

Ist ein Spieler am Zug, zieht er zuerst eine Karte vom Nachziehstapel und spielt anschließend eine von seiner Hand aus. Dies kann entweder eine der Drachen- oder Aktionskarten sein. Erstere werden im Laufe des Spiels aneinandergelegt, wobei natürlich am Anfang an den Silberdrachen angelegt wird. Letztere beeinflussen das Spiel auf verschiedenen Weisen, indem sie dem ausspielenden Spieler eine Sonderaktion erlauben.

Auf die richtigen Farben kommts an

Die Karten sind schön illustriert.

Beim Anlegen der Karten an die bereits ausliegenden muss darauf geachtet werden, dass diese mit den richtigen Seiten aneinandergrenzen – lang an lang bzw. kurz an kurz – sowie es mindestens eine direkte passende farbliche Verbindung gibt. Die Drachenkarten sind unterschiedlich aufgebaut: es gibt einfarbige Karten, solche mit zwei Drachen in zwei Farben bis hin zu solchen, die vier Farben aufweisen. Sobald auch nur eine Farbe passend angrenzt, ist die Auslegebedingung erfüllt. Liegt also zum Beispiel eine komplett rote Karte aus, darf man eine vierfarbige Karte anlegen, wenn eine der vier Farben eben rot ist – dann natürlich nur so, dass das rote Viertel an diese Karte angrenzt -. Entsprechend ist es auch erlaubt, eine Karte auf den Kopf zu legen.

Schafft man es, eine Drachenkarte so anzulegen, dass es mehr als nur eine Übereinstimmung in einer Farbe gibt, erhält der Spieler sofort einen Bonus in Form von Handkarten, die er sofort ziehen darf – eine Karte bei einer Übereinstimmung in zwei verschiedenen Farben bis hin zu drei Karten, wenn die angelegte Karte passend an vier verschiedene Farben angrenzt -. Unter den Drachenkarten gibt es auch einen Regenbogendrachen, der alle Farben besitzt und sozusagen als Joker an alle Karten angelegt werden kann. Anders als der Silberdrache, der anfangs auch alle Farben inne hat, behält der Regenbogendrache bis zum Ende des Spiels alle Farben.

Der Silberdrache dient so lange als Joker, bis die erste Aktionskarte auf ihm abgelegt wurde. Insgesamt gibt es auch hier fünf verschiedenartige Aktionskarten, die jeweils einen Drachen einer bestimmten Farbe tragen. Wird eine Aktionskarte ausgespielt und auf dem Silberdrachen platziert, verliert dieser seinen Jokerstatus und nimmt sofort die Farbe des entsprechenden Drachen an. Jede weitere Aktionskarte, die darauf abgelegt wird, übertönt die vorhergehende Farbe, usw. Somit lassen sich bereits bestehende Ketten gleichfarbiger Drachen gut zerstören, weil man vom Silberdrachen aus das Spiel beginnt, so dass nicht selten die benötigte Kette aus sieben gleichfarbigen Drachen über diese Karte verläuft.

Action durch Aktionskarten?

Beispiel für eine Spielsituation

Entscheidet man sich, eine Aktionskarte auf den Ablagestapel auf dem Silberdrachen zu werfen, muss man nicht zwangsläufig die entsprechende Aktion ausführen. Es liegt allein am Spieler, ob er zusätzlich zur Veränderung der Farbe auch die jeweilige Aktion in Anspruch nimmt. Anders sieht es aus, wenn man eine solche Karte unter den Silberdrachen bzw. im Laufe des Spiels unter den Ablagestapel legt. In diesem Falle ändert man zwar nicht die Farbe, muss dann jedoch die abgebildete Aktion ausführen. Jede Farbe hängt mit einer bestimmten Handlung zusammen. So kann man Karten aus der Auslage verschieben oder an sich nehmen, Zielkarten im oder gegen den Uhrzeigersinn oder selbige, wie auch seine Handkarten mit einem bestimmten Mitspieler tauschen. Eventuell eingangs übrig gebliebene Zielkarten werden beim Tausch reihum berücksichtigt bzw. man darf statt von einem Mitspieler eine von ihnen nehmen.

Das Ausspielen von Aktionskarten ist das, was das Spiel eigentlich belebt, zumindest ein wenig. Wer etwas Spannung hineinbringen möchte, der sollte Wert drauf legen, diese zu nutzen. Ansonsten passiert es, dass man schnell weiß, welche Zielfarbe der andere hat. Das Spiel ist nämlich in gewissem Maße überschaubar. Die Spieler neigen grundsätzlich dazu, nur Karten anzulegen, die sie weiter bringen. Wer also in zwei aufeinanderfolgenden Runden eine bestimmte Farbe anlegt, der ist schnell enttarnt. Wer es nicht macht, läuft Gefahr, wertvolle Züge zu verlieren, die ihm am Ende fehlen. Natürlich kann man auch versuchen, mit einer Verwirrtaktik erfolgreich zu sein. Die Praxis hat aber gezeigt, dass das in der Regel schief geht, vor allem, wenn man der einzige ist, der diese Schiene fährt.

So bringt auch das Wechseln der Zielkarte nicht immer etwas, es sei denn, man kann die Farbe erhaschen, die im Moment kurz vorm Sieg steht. Aber auch da muss man ein wenig Glück haben, dass man diese in derselben Runde nicht wieder weggenommen bekommt. Auch verlieren zum Beispiel die Bonuskarten, die man erhält, wenn man Karten anlegt, so dass es mehrere farbliche Übereinstimmungen gibt, ihren Reiz, wenn der nächste Spieler direkt eine Aktionskarte ausspielt und einem die „schwer“ erarbeiteten Karten wegnimmt.

Wie gesagt: die Aktionskarten bringen ein wenig Spannung rein, wenn auch sie nicht immer verhindern können, dass relativ schnell klar ist, wer welche Farbe besitzt. Ebenso ist es schwierig den Sieg eines Spielers zu verhindern, wenn man eben keine Aktionskarten hat. Dafür ist der Zeitansatz für eine Runde auch nur zwanzig Minuten, die man auch locker einhält. Insgesamt gesehen bekommt man mit Dragons ein nettes, kurzweiliges Spiel für zwischendurch.

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