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Blog | Silvester ist jetzt jeden Tag

3. Februar 2013 | 0 Kommentare

HanabiUnd schon ist wieder der Februar angebrochen. Vor kurzem haben wir noch Weihnachten und Silvester gefeiert und jetzt geht es schon wieder stark auf Ostern zu. Genau wie das Osterfest ohne Eier ist Silvester nichts ohne Feuerwerk. 115 Millionen Euro wurden angeblich um den 31.12.2012 hier zu Lande in die Luft gesprengt. Zugegeben sieht das Spektakel immer toll aus. Die vielen bunten Farben am Himmel können schon mal überwältigend sein. Mit dem Kartenspiel Hanabi könnt ihr jetzt jeden Tag zum Silvestertag machen. Der Vorteil: es ist weitaus billiger, macht mindestens genauso viel Spaß und das Aufräumen geht ebenfalls viel schneller.

Der Countdown läuft

Hanabi ist ein kommunikatives Kartenspiel, das man als Team spielt. Aufgabe der zwei bis fünf Spieler ist es, den Zuschauern gemeinsam ein möglichst atemberaubendes und wunderschönes Feuerwerk darzubieten.

Hierfür gibt es Feuerwerkskarten von eins bis fünf in verschiedenen Farben. Diese müssen geordnet nach Farben und Zahlen ausgespielt werden, allerdings darf kein Spieler die eigenen Karten sehen. Man ist auf die Tipps der anderen Spieler angewiesen. Bei zwei oder drei Spielern erhält jeder fünf Handkarten, bei vier oder fünf Spielern jeder vier. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, darf er zwischen drei Aktionen wählen: er kann entweder einem anderen Spieler einen Hinweis geben, eine Karte abwerfen oder eine Karte ausspielen.

Einem anderen Spieler einen Hinweis über seine Handkarten geben bedeutet, dass er ihm einen Farb-Hinweis oder einen Zahlen-Hinweis gibt. Er kann eine bestimmte Farbe wählen und ihm dann alle Handkarten,

die diese Farbe haben, anzeigen. Er kann aber auch sagen, dass eine bestimmte Farbe auf der Hand gar nicht vorhanden ist. Oder er wählt eine Zahl und zeigt einem Mitspieler alle dessen Handkarten an, die diesen Wert haben. Für jeden gegebenen Hinweis wird eines der acht Hinweisplättchen von der weißen auf die schwarze Seite gedreht. Wenn alle Hinweisplättchen auf der schwarzen Seite liegen, kann kein Hinweis gegeben werden.

Der Himmel ist voller Farben

Hanabi_1Jedes Mal wenn ein Spieler eine Karte abwirft, wird ein Hinweisplättchen von der schwarzen auf die weiße Seite zurückgedreht. Die abgeworfene Karte wird offen auf den Ablagestapel gelegt und ist aus dem Spiel. Es darf eine neue Karte aus dem Nachziehstapel nachgezogen werden, natürlich dürfen wieder nur die Mitspieler diese Karte sehen, nicht der Spieler selbst. Wenn alle Hinweisplättchen mit der weißen Seite nach oben liegen, darf diese Aktion nicht gewählt werden.

Alternativ dazu kann man eine seiner Handkarten ausspielen. Die ausgespielten Karten aller Spieler bilden das Feuerwerk. Das Feuerwerk ist in fünf verschiedene Farben aufgeteilt. Für jede Farbe wird genau eine Farbreihe mit den Zahlen eins bis fünf gebildet. Wenn die Karte passt, darf sie angelegt werden. Sollte sie nicht passen, muss zur Strafe eines der drei vorhandenen Gewitter-Plättchen umgedreht werden. Die Karte kommt dann offen auf den Ablagestapel und es wird eine neue nachgezogen. Wird eine Farbenreihe mit dem Wert fünf vervollständigt, erhält die Gruppe einen Bonus, indem ein benutztes Hinweisplättchen auf die weiße Seite zurückgedreht werden darf.

Das Spiel endet entweder, wenn das dritte Gewitterplättchen umgedreht wird – in diesem Fall erhalten die Spieler null Punkte – oder, wenn die Spieler alle Farbreihen komplett ausgelegt haben – in diesem Fall erreichen die Spieler die Maximalpunktzahl 25 – oder, wenn die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen wurde – danach hat jeder Spieler noch einen Zug -. Anschließend erfolgt die Wertung. Es werden jeweils die höchsten Zahlenkarten jeder Farbreihe addiert. Wem das zu einfach ist, der kann mit nur zwei oder einem Gewitterplättchen spielen. Wem das zu schwer ist, der kann das Ersatz-Hinweisplättchen einsetzen.

Als Variante sind noch bunte Feuerwerkskarten vorgesehen. Diese können als sechste Farbe „bunt“ ins Spiel kommen. Interessant ist zum Beispiel, dass bei Farbhinweisen „bunt“ nicht als eigene Farbe gilt, das heißt die entsprechenden Karten müssen bei jedem Farb-Hinweis mit genannt werden.

Ein Feuerwerk der guter Laune

Hanabi_2Das Spiel ist sehr kurzweilig und dauert nur ca. 30 Minuten. Die eigenen Karten nicht zu kennen und auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen zu sein, ist schon eine interessante Erfahrung. Bevor ich das Spiel zum ersten Mal gespielt habe, war ich etwas skeptisch, ob es überhaupt Spaß machen kann. Aber das tut es definitiv. Und vor allem ist es wirklich nicht einfach – was man vielleicht glauben mag -, das perfekte Feuerwerk hinzubekommen. Ruck zuck sind alle Hinweisplättchen aufgebraucht und man ist gezwungen, eine Karte abzuwerfen, wenn man nicht Gefahr laufen will, eine falsche Karte zu legen und ein Gewitter auszulösen. Dabei will man doch so gerne noch den einen Hinweis geben, wenn der Vordermann gerade eine Karte gezogen hat, die passt.

Es gilt insbesondere, darauf zu achten, dass man immer noch eine oder zwei Hinweismöglichkeiten in der Hinterhand hat. Doch das ist wirklich einfacher gesagt als getan. Nach zwei, drei gespielten Runden hat man sich zumindest schon mal ein paar taktische Züge angeeignet und kann besser abschätzen, wie man welchen Hinweis gibt. Mit der Zeit weiß man dann auch, wie man einen bestimmten Hinweis eines Mitspielers deuten könnte. Bei der Ansage der Hinweise gibt es zwar keine Regeln, man sollte aber zu seinem eigenen Spaß verhindern, bestimmte

Karten ganz besonders anzusagen, so nach dem Motto: „So, du hast zwei Dreier, nämlich die, gell die hier, ich zeig noch mal drauf… und die!“. Wie man aber was sagt, bleibt einem am Ende jedoch selbst überlassen. Wenn man sonst auch nicht viel sagen darf, bleibt es zu nahezu keinem Zeitpunkt ruhig. Nicht selten ärgert man sich – im positiven Sinne – über die gerade ausgespielte oder abgeworfene Karte eines Mitspielers und würde ihm zu gerne einen Tipp geben oder ihn davon abhalten, doch auch hier sollte man seine Emotionen ein wenig zügeln, sonst weiß derjenige sofort, dass es vielleicht nicht die richtige Wahl ist. Am Ende ist es aber nur ein Spiel, das Spaß machen soll, egal, ob man seine Freude oder seinen Ärger zeigt oder nicht. Ach ja und immer schön dran denken: die Karten so halten und nachziehen, dass man sie selbst nicht sieht.

Hanabi_3

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