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Blog | Heute schon was erfunden?

27. März 2013 | 0 Kommentare

Maestro_LeonardoDie besten Erfinder der Renaissance haben sich in Florenz versammelt – und du bist in diesem Spiel um Ruhm und Reichtum einer von ihnen! Ziel des Spiels ist es, am Ende die meisten Gulden zu besitzen und die verdient man sich eben mit Erfindungen. Erlebe eine kleine Zeitreise in die mehrere Jahrhunderte zurückliegende Vergangenheit und beweise dem Rest auf spielerische Weise, dass auch du ein Meister hättest werden können. Doch gib dabei auf deine Mitstreiter Acht. Denn wo Ruhm und Ehre im Spiel sind, sind harter Wettkampf und fiese Gegner nicht weit. Sieh also zu, dass du deine Aufträge auch vor ihnen fertig bekommst, bevor sie es tun und dann mit ihren Erfolgen glänzen und sich schon den nächsten Aufgaben widmen, während du dich dann nur noch mit der Fertigstellung einer besseren Kopie eines bereits fertiggestellten Werkes quälst.

Der Meister lädt ein

Maestro Leonardo ist ein Strategiespiel für zwei bis fünf Spieler und besteht aus neun Spielrunden, davon sieben normale und zwei Forschungsrunden. Während der ersten sieben Runden des Spiels versucht jeder Spieler Rohstoffe zu erwerben, um mit deren Hilfe Erfindungen fertigzustellen. Diese Erfindungen bringen Gulden ein, die man wiederum für den Erwerb von Materialien einsetzen kann, um wertvollere Werke herzustellen. Die Gulden kann man aber natürlich auch noch anderweitig einsetzen. Jedenfalls sollten sie das Hauptziel der Begierde sein, da am Ende derjenige gewinnt, der die meisten Gulden besitzt. Vielleicht dürfen deshalb die Spieler in den letzten zwei Runden nur noch an ihren Erfindungen werkeln, ohne sich anderweitig auf dem Spielplan auszutoben.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Teilnehmer ausgehend vom Startspieler die laut Spielanleitung fest vorgegebenen Spielmaterialien. Jeder Erfinder beginnt somit das Spiel mit anderen Voraussetzungen. Zum Material gehören neben Laboratorien, Lehrlingen, Meistern und Gulden auch mechanische Menschen, Materialien und Erfindungen sowie noch einige Zählsteine bzw. Marker und natürlich auch der Spielplan, der die Stadt Florenz darstellt. Während Spieler eins mit einem Labor, fünf Lehrlingen, einem Meister, drei Gulden sowie vier Rohstoffen beginnt, hat zum Beispiel Spieler fünf eingangs bereits zwei Laboratorien, jedoch nur drei Lehrlinge zusätzlich zu einem Meister, acht Gulden und zwei Materialien zur Verfügung.

In Florenz lässt sich so Einiges machen...

In Florenz lässt sich so Einiges machen…

Nachdem alle mit ihrem Startkapital versorgt und die Erfindungskarten nach einem bestimmten Schema gemischt wurden sowie abhängig von der Spieleranzahl eine gewisse Anzahl von ihnen auf dem Spielplan ausgelegt wurde, kann das Spiel beginnen. Die sieben regulären Spielrunden bestehen jeweils aus vier Phasen: Beginn der Arbeiten, Platzieren von Meister und Lehrlingen, Auswertung und Erfindungen fertigstellen. Zu Beginn der Arbeiten entscheidet jeder Spieler im Geheimen, welche Erfindung er fertig stellen bzw. unter Umständen auch abbrechen möchte. Pro Laboratorium darf nur an einer Erfindung gearbeitet werden, unter bestimmten Voraussetzungen sogar an solchen, die noch gar nicht im Spiel sind, wenn man anhand eines bestimmten Vorteils weiß, dass diese demnächst verfügbar sind. Dann werden die für die Erfindung genau benötigten Materialkarten unter das Labor und der Arbeitszeit-Zählstein auf das Feld mit dem Hammer auf der Zählleiste für die Arbeitszeit gelegt. Jedes Feld entspricht der Arbeitszeit von einer Woche.

Das Taktieren beginnt

Danach beginnt die wohl wichtigste Phase jeder Runde. In dieser werden nämlich die Lehrlinge und der Meister auf den verschiedenen Bereichen des Spielplans, die jeweils für eine andere Aktion stehen oder in den Laboratorien, womit die Arbeit an den Erfindungen vorangetrieben wird, platziert. Beginnend mit dem Startspieler stellt jeder mindestens einen Lehrling in einen Bereich der Stadt oder eben das Labor. Das geht reihum so lange bis alle ihre Figuren verbraucht haben. Natürlich gibt es auch hier einige Regeln zu beachten. In einen Bereich, in den ein Spieler zuvor schon mindestens einen Lehrling gesetzt hat, darf er zu einem späteren Zeitpunkt dieser Phase nur noch den Meister legen, aber keine weiteren Lehrlinge. Umgekehrtes, das heißt Lehrlinge zu einem zuvor gesetzten Meister zu gesellen, ist ebenfalls möglich, nur eben nicht Lehrlinge zu Lehrlingen. Wer an der Reihe ist, darf selbstverständlich auch nur in einen einzigen Bereich seine Leutchen platzieren. Erst wenn er wieder am Zug ist, darf er die anderen Felder besetzen.

Woran wird hier wohl gearbeitet?

Woran wird hier wohl gearbeitet?

Haben alle ihre Figuren aufgeteilt, erfolgt die Auswertung, zu der man kurz zusammenfassend sagen kann: wer die meisten Lehrlinge, wobei der Meister wie zwei Lehrlinge zählt, in einem Bereich der Stadt stehen hat, genießt dort das Vorrecht. Bei Gleichstand hat der Spieler Vorrang, der in diesem Bereich als erster eine seiner Figuren gesetzt hat und damit näher am Startpfeil des entsprechenden Feldes steht. Danach werden die einzelnen Gebiete der Reihe nach abgearbeitet, beginnend beim Rat und endend bei der Seilerei.

Im Rat kann jeder Spieler nur eine einzige Aktion ausführen, die in der Regel kostenlos ist. Da es dort aber nur vier auswählbare Aktionen gibt, geht bei einem Spiel zu fünft der mit den wenigsten leer aus. Wer im Rat die Mehrheit besitzt kann zunächst entscheiden, wer in der nächsten Runde den Startspieler darstellt bevor er sich aussucht, ob er nochmal einen seiner platzierten Lehrlinge – auch einen aus dem Rat – versetzt, alle Gulden an sich nimmt, die sich im Rat befinden, sich die obersten vier Erfindungen des entsprechenden Stapels ansieht und sie in von ihm gewählter Reihenfolge zurücklegt oder für einen Gulden ein beliebiges Material kauft. Dann sucht sich der Zweite eine der verbleibenden Möglichkeiten aus, etc. Die im Rat ausgewählten Aktionen werden erst in der vorgegebenen Reihenfolge ausgeführt, nachdem alle Spieler eine Aktion gewählt haben.

Wer darf was wann zu welchem Preis?

Eine Vielzahl an verschiedenen Erfindungen

Eine Vielzahl an verschiedenen Erfindungen

Die Wertung in allen anderen Bereichen der Stadt erfolgt nach dem gleichen Schema. Es können maximal vier Aktionen in jedem dieser Bereiche durchgeführt werden. Zunächst wird wieder die Spielerreihenfolge ermittelt. Danach hat der erste Spieler die Wahl, ob er die Aktion ausführt oder passt. Die erste Aktion ist kostenlos, die zweite kostet zwei, die dritte drei und die vierte vier Gulden. Immer wenn ein Spieler sich entschließt, eine Aktion durchzuführen, wandert der Zählstein auf das nächste Guldenfeld. Passt ein Spieler kann der nächste

zu demselben Preis handeln, wie sein Spieler zuvor, da in dem Fall der Stein nicht weiterverschoben wird. Hat ein Spieler eine Aktion für vier Gulden durchgeführt oder haben alle gepasst, ist die Wertung in diesem Bereich zu Ende. Wenn bis auf einen alle passen oder einer allein in einem Bereich steht, kann er theoretisch für dann insgesamt neun Gulden eine Aktion viermal durchführen.

In der Werkstatt kann man – sofern man nicht schon beide hat – ein zweites Laboratorium dazukaufen oder ein gerade nicht genutztes aufbessern, denn jedes Labor ist doppelseitig bedruckt und bietet auf der besseren Seite mehr Arbeitsplätze für Lehrlinge, Meister und mechanische Menschen. Letztere kann man in der Werkstatt ebenfalls erwerben. In der Akademie kann man neue Lehrlinge rekrutieren, was bedeutet, dass man sich einfach einen seiner Farbe nimmt, den man dann ab der nächsten Runde einsetzen kann. In der Schmiede, Glaserei, Schreinerei, Ziegelei und Seilerei kann man die verschiedenen Rohstoffe kaufen.

Für Geld gibts Material... und für Material indirekt wieder Geld

Für Geld gibts Material… und für Material indirekt wieder Geld

Hat man in der zweiten Phase Lehrlinge und/oder Meister und/oder mechanische Menschen in sein Labor gestellt, darf man den Arbeitszeit-Zählstein für jeden Meister und mechanischen Menschen um 2 Felder bzw. Wochen und für jeden Lehrling um ein Feld bzw. eine Woche vorrücken. Dann kontrolliert jeder in der letzten Phase, ob er eine seiner Erfindungen fertig hergestellt hat, was in der Regel bedeutet, ob er die erforderlichen Arbeitswochen aufgebracht hat. Die richtigen Materialien sollte man sinnvollerweise schon zu Beginn unter das Labor gelegt haben. Dann offenbart der Spieler den anderen, welche Erfindung er geschafft hat und zeigt die Rohstoffkarten. Wenn die Erfindung zum ersten Mal in dem Spiel fertiggestellt wurde, erhält man mehr Gulden. Wenn das so ist, dann müssen wohl die gleichen Erfindungen von mehreren Spielern zu unterschiedlichen Zeiten fertiggestellt werden können. Und genau so ist es auch. Wer ein zuvor erstelltes Werk später baut, erhält aber dafür weniger Gulden. Natürlich gilt dies nur für Erfindungen, die man begonnen hat, als sie noch in der Auslage waren. Man kann also keine Erfindung anfangen, die schon fertig vor einem anderen liegt. Werden mehrere Spieler in derselben Runde fertig, erhalten alle den größeren Guldenbetrag. Danach bieten die Spieler um die entsprechende Karten, indem sie verdeckt eine beliebige Anzahl Gulden auf den Tisch legen. Wer die meisten Gulden bietet, zahlt den Betrag und erhält die Karte.

Je unterschiedlicher und mehr desto besser

Die Karten vor sich liegen zu haben ist von doppeltem Vorteil. Zum einen erhält der Spieler für jede Erfindung einen Nachlass von zwei Arbeitswochen für jede Erfindung derselben Art. Insgesamt gibt es fünf Arten. Arbeitet man also aktuell an einer Erfindung, die in der oberen rechten Ecke eine Leiter zeigt und deren Fertigstellung sieben Wochen dauert und hat man zwei Karten mit einer Leiter vor sich liegen, so ist das Werk bereits nach drei Wochen fertig – Nachlass zwei mal zwei, also vier Wochen -. Daneben erhält man am Ende des Spiels eine bestimmte Anzahl an Gulden, wenn man Erfindungen unterschiedlicher Arten vor sich liegen hat. Im besten Fall hat man Erfindungen fünf verschiedener Arten vor sich liegen und erhält zwanzig Gulden, während der, der zum Beispiel nur eine oder zwei verschiedene hat, keine Gulden bekommt.

Nachdem in der letzten Phase geprüft wurde, ob Erfindungen fertiggestellt worden sind, beginnt eine neue Runde, in der zu Beginn ein Gulden aus der Bank in den Rat gelegt wird und gegebenenfalls Erfindungen nachgefüllt werden. Dann geht es wieder von vorne los und das insgesamt sieben Runden. In den letzten beiden Runden darf man nur noch an seinen Erfindungen feilen, das heißt, man darf keine Lehrlinge und Meister mehr in die Stadt platzieren, sondern nur noch in seinen Labors. Nach der neunten Runde wird dann eben noch geprüft, wer wie viele Erfindungen verschiedener Arten hat und wer dafür welche Anzahl an Gulden bekommt, bevor dann der mit den meisten Gulden vom Maestro persönlich zum Sieger gekürt wird. Bei Gleichstand kommt es zuerst auf die Gesamtanzahl der Erfindungen, dann auf die Anzahl derer mit goldenem Rand, dann auf die mit silbernem Rand usw. an.

Wer darf sich Maestro nennen?

Wer darf sich Maestro nennen?

Spieleranzahl proportional zum Spielspaß

Maestro Leonardo macht erst mit vier oder fünf Spielern so richtig Spaß. Bei zwei oder auch drei Teilnehmern gibt es einfach zu viele Bereiche, in die man sich noch stellen kann. Der Kampf um die verschiedenen Felder ist dann nicht so groß, weil es oft ausreicht, wenn man nur zwei seiner Lehrlinge opfert oder gar als erster nur einen seiner Lehrlinge platziert hat. Mit zunehmender Spieleranzahl wird es aber enger auf dem Plan und damit spannender. Man kann grundsätzlich viel taktieren, wobei manchmal die Entscheidung, wo man seine Lehrlinge platziert einfach schon feststeht, weil man zum Beispiel bestimmt nicht drei seiner Lehrlinge opfert, nur um dann Dritter in dem Bereich zu sein, weil andere schon mehr oder eher drei Lehrlinge dort platziert haben. Über die vorgeschriebenen Startmaterialien für jeden Spieler kann man streiten. Warum zum Beispiel der erste Spieler gleich mit vier Rohstoffen startet und Spieler zwei, drei und fünf nur mit einem ist nicht so ganz nachvollziehbar. Jedenfalls ist es aufgefallen, dass das irgendwie für den Startspieler ein Vorteil ist. Hier kann man aber unter Umständen eigene Startregeln erfinden, wenn man denn das gleiche Gefühl hat. Auch hat man das Gefühl, dass das Spiel zu schnell vorbei ist. In den ersten paar Runden kann man noch gar nicht so viel machen und ehe es dann ans Eingemachte geht und die guten Erfindungen kommen, ist man schon in der achten Runde. Dafür ist der Kampf um die Werke bis zum Ende spannend und kann sich oftmals auch erst in der letzten Runde entscheiden.

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