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31. Dezember 2012 | 0 Kommentare

Der Hobbit_CoverZum Ende des Jahres ist mit Der Hobbit – Eine unerwartete Reise noch mal ein richtiger Kracher in die Kinos gekommen. Den ersten Teil der Trilogie und dem Prequel zu Der Herr der Ringe genießt man am besten im “neuen” 3D mit 48 anstatt wie bisher 24 Bildern pro Sekunde. Wer bisher den Weg ins Kino noch nicht gefunden hat, für den wird es höchste Zeit, denn wer es nicht tut, verpasst hier doch einiges. Gerade in dem neuen 3D weiß der Streifen mehr als nur zu beeindrucken. Klar ist natürlich, dass da neben anderem Merchandising auch nicht ein Spiel zum Film fehlen darf. Wir haben uns mit Bilbo und den dreizehn Zwergen auf eine unerwartete und doch schöne Reise begeben.

Reisevorbereitungen treffen

Der Zusatz “Das Spiel zum Film” ist für das vorliegende Kooperationsspiel nicht unbedeutend, wurde bereits im Jahr 2011 ein Spiel mit dem Titel “Der Hobbit” aus demselben Hause herausgebracht. Das aktuelle Spiel hat jedoch schon alleine durch einige Filmszenen auf den Karten mehr Bezug zum gegenwärtigen Kinostreifen.

Diese Strecke gilt es zu überwinden...

Diese Strecke gilt es zu überwinden…

Ziel des Spiels ist es, gemeinsam mit Bilbo das Endfeld zu erreichen. Klingt zunächst mal einfach, doch auf dem Weg dahin lauern einige Gefahren und Abenteuer, die es zu überstehen gilt. Jeder Spieler verkörpert zwei Zwerge einer bestimmten Farbe. Ins Ziel muss er jedoch nur einen von ihnen bringen. Hat jeder mindestens eine seiner Figuren durchgebracht und hat auch Bilbo das letzte Feld unversehrt erreicht, geht die Gemeinschaft der Spieler als Sieger hervor. Absprachen zwischen den Abenteurern für das Vorgehen sind erwünscht. Schließlich will man nicht von den lauernden Orks gefangen genommen werden. Einmal nicht aufgepasst und zack, hat das ganze Team verloren. Aber da gibt es ja auch noch Gandalf, der in bestimmten Situationen ein wichtiger Helfer sein kann.

Jeder der maximal vier Spieler startet mit zwei Zwergen in der Farbe seiner Wahl und erhält zusätzlich fünf Bewegungskarten. Die Auenland-, Bruchtal- und Carrock- sowie die Trollhöhen- und Nebelgebirgekarten werden verdeckt auf die jeweils dafür vorgesehenen Plätze gelegt, wobei jeder Spieler drei Karten vom Auenlandstapel als Startkapital erhält. Handelt es sich dabei um solche mit rotem Hintergrund, so genannte Sofort-Karten, werden diese unmittelbar nach Erhalt ausgeführt. Jeder Spieler startet jedoch definitiv mit drei Karten, so dass er für jede Sofort-Karte eine nachzieht. Das Spiel selbst beginnt jedoch nicht eher, bevor der Würfel bereit gelegt, die Gandalf- und Bilbofiguren auf ihre Startfelder gestellt, der Eine Ring auf dem Nebelgebirge platziert, der Ork-Stein auf das erste Feld der Orkspirale gesetzt und die Spieler ausgemessen worden sind. Dann beginnt der kleinste von ihnen die unerwartete Reise.

Geschlafen wird nicht!

...und auf die Orks Acht zu geben.

…und auf die Orks Acht zu geben.

Der Spielzug eines Zwerges besteht aus drei Phasen. In der ersten wird nur einer der beiden Zwerge mit Hilfe der Bewegungskarten vor- oder aber auch zurückgerückt. Die Entscheidung, welche Figur und ob vor oder zurück liegt allein beim Spieler. Mit drei der fünf Karten kann man sich entweder genau zwei, vier oder fünf, mit einer Karte entweder eins, zwei, drei oder vier Felder bewegen und bei der fünften Karte wird die Anzahl der Felder ausgewürfelt. Wurde eine eingesetzt, kommt sie frühestens erst wieder zum Einsatz, wenn alle anderen ebenfalls gespielt wurden. Bilbo darf zwar von allen Spielern bewegt werden, jedoch noch nicht in dieser Phase und damit auch nicht mit den Bewegungskarten.

Auf jedem Feld dürfen maximal zwei Figuren stehen. Würde die Bewegung eines Spielers auf einem Feld enden, auf dem schon zwei Figuren platziert sind, kommt die entsprechende Figur auf das nächste freie Feld. Auf dem Spielbrett gibt es verschiedene Felder und je nach dem, wo eine Figur zum Stehen bleibt, kann etwas ausgelöst werden. Dies kann zum Beispiel ein weiterer Würfelwurf sein, um dessen Augenzahl man dann seine Figur erneut bewegen kann oder aber man beendet den Zug auf einem der Abenteuerfelder in den Trollhöhen oder dem Nebelgebirge, so dass die oberste Karte vom entsprechenden Stapel aufgedeckt wird.

Na, wer ist hier wohl wer?

Na, wer ist hier wohl wer?

In der zweiten Phase, darf der aktuelle Spiele beliebig viele seiner Handkarten spielen. Unter diesen befinden sich zum Beispiel Bilbokarten, mit denen der gleichnamige Hobbit bewegt werden darf, aber auch Ponykarten, mit denen man sogar zwei Figuren bewegen darf, wenn sich diese auf demselben Feld befinden. Mit dem Pony darf man auch den Zwerg befördern, den man in der ersten Phase hat stehen lassen, Bilbo jedoch darf nicht allein, sondern nur in Begleitung eines anderen Zwergs reiten. Das Mittransportieren von Figuren anderer Mitspieler ist selbstverständlich möglich. Im Übrigen müssen die oben beschriebenen Bewegungsregeln beachtet werden. Mit Gandalfkarten darf man den grauen Zauberer bewegen und die Zwergen- und Verbündetenkarten kommen in der Regel erst dann zum Einsatz, wenn es zu einem Kampf kommt.

In der letzten Phase zieht der Spieler zwei Karten nach. Dabei ist die Position seiner Figuren entscheidend, denn je nach dem, auf welchen Feldern sie stehen, kann man für einen von ihnen oder gar für beide eine oder zwei Karten vom Bruchtal- oder Carrockstapel ziehen und nicht wie es der Standard ist vom Auenlandstapel. Die Karten aus Bruchtal bzw. Carrock sind naturgemäß etwas besser, da auch schwerer zu erlangen. Jede gespielte Karte kommt jedoch auf dasselbe Ablagefeld. Sind im Laufe des Spiels die Auenlandkarten aufgebraucht, wird dieser Ablagestapel zum neuen Nachziehstapel fürs Auenland, so dass dann auch hier vorher ausgepielte Bruchtal- bzw. Carrockkarten nachgezogen werden können. Auch hier gilt: Sofort-Karten werden direkt ausgeführt, ehe man für sie eine nachzieht. Hat ein Spieler am Ende seines Zuges mehr als sechs Karten auf der Hand, muss er überschüssige abwerfen.

Gefahren lauern überall

Die 13 Zwerge helfen nicht nur im Kampf.

Die 13 Zwerge helfen nicht nur im Kampf.

Die Reise hört sich ja bis hierher eher ungefährlich an. Doch wer das Buch oder den Film kennt, weiß, dass sie alles andere als ein Spaziergang ist. Und auch in dem Spiel lauern Gefahren in Form von Trollen, Goblins oder Wargen, besonders auf den Abenteuerfeldern in den Trollhöhen oder dem Nebelgebirge. Wenn der Zug eines Zwerges oder Bilbos auf einem dieser Felder endet, wird die oberste Karte aufgedeckt. In den meisten Fällen ist darauf ein Gegner abgebildet, den es zu besiegen gilt. Dies passiert mit Hilfe der Zwergen- und Verbündetenkarten. Die Summe der Werte auf diesen Karten muss exakt dem Wert auf der Gegnerkarte entsprechen, nur dann ist der Feind erledigt und kommt aus dem Spiel. Schafft man es nicht, muss man den entsprechenden Wert an Feldern zurück. Hat man Gandalf zuvor auf das Feld vor den Höhen bzw. dem Gebirge gesetzt, darf man den Wert einer seiner Karten verdoppeln, wenn dies für den Kampf hilft.

Hat man den Kampf verloren, bleibt die Karte offen auf dem Stapel liegen, bis in einem späteren Zug der Gegner besiegt worden ist. Steht auf einem Abenteuerfeld bereits eine Figur und man landet mit seinem Zwerg darauf, kann man zusammen kämpfen und sich untereinander absprechen, welche Karten man spielen will. Die Hilfe Gandalfs kann in diesem Fall jedoch nur einer in Anspruch nehmen. Man kann jedoch auch anstatt zu kämpfen eine Thorin Oakenshield-Karte ausspielen, um den Gegner in Schach zu halten. Man muss so keine Felder zurück, der Gegner wurde jedoch nicht besiegt und die Karte bleibt offen liegen. Es kann passieren, dass nach Erledigung eines Abenteuers direkt das nächste folgt, wenn dies auf der Abenteuerkarte entsprechend gekennzeichnet ist.

Nahezu alle haben es auf Bilbo und den Ring abgesehen.

Nahezu alle haben es auf Bilbo und den Ring abgesehen.

Die Gefahren lauern aber auch noch von anderer Seite und eigentlich sind es diese, die die Spieler ins Verderben stürzen und denen es besondere Aufmerksamkeit zu schenken gilt. Die Rede ist von den Orks und der Orkspirale. Immer dann, wenn eine Karte “Gefahr” gezogen wird, wird der Orkstein um ein Feld auf der Spirale weitergesetzt. Auf bestimmten Feldern nehmen die Orks den am weitesten vorne liegenden Spieler gefangen, besser gesagt, die entsprechende Figur oder aber auch

Bilbo. Diese Figur wird an die Seite des Feldes gestellt und kann nicht mehr bewegt werden, zählt aber weiterhin als Figur, mit der Folge, dass nur noch eine weitere Figur im weiteren Verlauf auf dem Feld Platz nehmen kann. Das heißt aber auch, dass wenn zwei Figuren zusammen auf dem vordersten Platz sind, sie beide gefangen genommen werden und damit aus dem Spiel sind, weil keine andere Figur auf Grund des Limits von maximal zwei Figuren auf einem Feld sich dort hinbegeben und die anderen befreien kann. Und das heißt wiederum, dass wenn beide Figuren ein und demselben Spieler gehören bzw. sich unter einer der beiden Figuren Bilbo befindet, das Spiel verloren ist. Hier heißt es also aufpassen und dafür sorgen, dass wenn sich der Orkstein ein Feld vor dem nächsten “Gefangennehmen-Feld” befindet, man nicht zwei Figuren gleichzeitig auf dem vordersten Feld hat. Solange nur eine geschnappt wird, kann diese befreit werden, wenn man das Feld, auf dem die Gefangennahme stattfand erreicht und eine bestimmte Karte oder eine Kombination aus mehreren abgibt. Erst dann kann die Reise für die ursprüngliche Geisel wieder weitergehen. Wurde die Figur auf einem Abenteuerfeld geschnappt, muss der Befreier natürlich erst die entprechende Karte überstehen, wenn er auf diesem Feld landet.

Der Eine Ring als Wegbegleiter

Doch zum Glück gibt es noch Unterstützung von anderen Seiten.

Doch zum Glück gibt es noch Unterstützung von anderen Seiten.

Natürlich darf in einem Spiel wie Der Hobbit nicht der Eine Ring fehlen. So ist es auch in diesem Fall. Im Nebelgebirge wartet Gollums Schatz darauf, zum Einsatz zu kommen. Sobald er das Nebelgebirge durch entsprechende Karten verlässt, kann Bilbo Besitz von ihm erlangen. Entweder zieht der Hobbit auf das Feld, auf dem sich der Ring befindet oder letzterer findet Bilbo. Sobald Bilbo den Ring hat, wird er unsichtbar, kann nicht mehr gefangen genommen werden und muss auf Abenteuerfeldern auch keine Karten mehr aufdecken. Darüber hinaus kann er nun auch mit der Eine Ring-Karten bewegt werden,

zählt aber trotz Unsichtbarkeit als eine Figur.

Darf man sonst keine Zahlen bei der Bewegung verfallen lassen, ist dies beim Zielfeld anders. Dieses muss man einfach nur irgendwie erreichen. Hat man dann noch die geforderten Karten auf der Hand und gibt diese ab, hat man seine Figur bzw. Bilbo sicher ins Ziel gebracht. Bilbo muss dabei den Ring nicht tragen, um ins Ziel zu kommen. Hat er ihn jedoch, muss man für ihn keine Karten abgeben. Wenn von jedem Spieler ein Zwerg und Bilbo im Ziel sind, haben die Spieler die unerwartete Reise erfolgreich gemeistert.

Eine erwartet schöne Reise

Bevor ich Der Hobbit – Eine unerwartete Reise zum ersten Mal gespielt habe, habe ich mir gedacht: “Na das wird ja einfach!”. Und tatsächlich war das erste Spiel ziemlich souverän gewonnen und ich sah mich in meiner Vermutung bestätigt. Die nächsten Partien liefen dann aber schon etwas spannender ab und der Sieg stand das ein oder andere mal auf der Kippe. Doch mit etwas Vorausschauen sollte man seine Zwerge und Bilbo sicher ans Ziel bringen. Letztendlich muss man “nur” aufpassen, dass man nicht zwei gleichfarbige Figuren bzw. einen Zwerg und Bilbo an vorderster Stelle hat, kurz bevor die Orks jemanden gefangen nehmen. Wenn man also sieht, dass der Orkstein ein Feld oder vielleicht auch zwei Felder – immerhin ist es theoretisch möglich, wenn auch nicht so sehr wahrscheinlich, dass zwei Gefahrenkarten direkt hintereinander gezogen werden – vor dem nächsten Zuschnappfeld steht, sollte man entsprechend reagieren und seine Figuren oder Bilbo angemessen vor- oder eben auch mal zurückbewegen. Natürlich kann der Plan immer mal wieder durch bestimmte Karten durchkreuzt werden, aber sagen wir es mal so: es ist wirklich nicht unmöglich, das Abenteuer erfolgreich zu meistern.

Schön sind die Karten, auf denen die einzelnen Zwerge oder auch andere Figuren aus dem Film abgebildet sind, wie auch das übrige Spielmaterial. Schön ist auch, dass man hier mit seinen Mitspielern das weitere Vorgehen besprechen kann. Jeder hat eine andere Idee und Karten in der Hinterhand, der Schlüssel zum Sieg liegt aber in der Konversation und Kommunikation untereinander. Besonders bei Familien sollte dieses insgesamt gelungene und tolle Spiel gut ankommen und Freunde von Tolkien bzw. der Hobbits oder der Ringsaga werden ebenfalls ihre Freude daran haben.

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